Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Milchstau

Frage: Milchstau

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Hallo, vorgestern wachte ich mich einer harten Stelle in der Brust auf. Ich habe dann meine Hebamme angerufen und sie hat mir Tipps gegeben wie ich den Milchstau beseitige. Ich sollte meine Tochter u.a. auch alle 3 bis 4 Stunden anlegen, mit Wärme arbeiten und auch Quark zum kühlen drauf machen. Ich sollte noch Ausstreichen und Pumpen, doch es kam beim Pumpen gar nichts raus und beim Ausstreichen nur ganz wenig. Es ist dann gestern Abend nur schlimmer geworden, weil immer wenn die Kleine getrunken hat sofort Milch nachgeschossen ist und meine Brust wurde immer härter. Ich war auch im Arzt und dort wurde mir ein Antibiotikum CefuHexal verschrieben. Auch sollte ich eine halbe Abstilltablette nehmen (was ich aber nicht gemacht hab) stattdessen hab ich 1 Liter Pfefferminztee getrunken. Da es nur schlimmer wurde, hat meiner Hebamme mir Abends gesagt ich soll die Kleine für 1 bis 2 Tage nicht stillen nur ausstreichen und pumpen. Das habe ich gemacht und diese Nacht entdeckte ich einen hell gelben Punkt auf meiner Brustwarze. Dann heute beim Pumpen lief es plötzlich und die Brust wurde endlich wieder weich. Meine Hebamme war dann heute da und hat es sich angesehen. Sie sagte es wäre ein Pfropfen auf der Brustwarze welcher den Ausgang verstopft und somit den Milchstau verursacht hat. Sie hat dann mit einer Nadel vorsichtig geöffnet und mir auch mal eine da gelassen. Sie meinte ich könne mit einem heißen Waschlappen abrubbeln. Jetzt habe ich gerade noch mal abgepumpt und hatte das Gefühl, dass dieser Propfen schon wieder nichts durch lässt. Nachdem ich dann ein bißchen dran rumgerieben hab kam beim Abpumpen kein Strahl wie aus den anderen ich sag mal Düsen, sondern es bäumte sich eine Milchblase hoch und als diese durch die Pumpe lief war sie viel weißer und dicker als die Milch die raus lief. Das hat sich dann mehrmals wiederholt. Was könnte das sein? Und wie bekomme ich diesen Propfen komplett weg? Habe Sorge, dass es sich wieder zusetzt. Nachdem ich heute beim Arzt angerufen habe, kann ich das Antibiotikum wieder absetzen hatte aber beim Stillen ganz schlimme Schmerzen. Möchte jetzt eigentlich weiter stillen hab aber wegen diesem Propfen Sorge. Sorry für den langen Beitrag und lieben Dank.


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Liebe Sunny5555, Abhilfe im akuten Fall bei einem Pfropf schaffen sanfte Massage und die Anwendung von feuchter Wärme und anschließende Entleerung der Brust durch das Baby oder eventuell Abpumpen oder Handausstreichen. Da das Baby viel effektiver saugt als du mit der Pumpe oder Hand die Milch entleerst (hattest du ja auch so erlebt) finde ich die Empfehlung, seltener zu stillen eher problematisch. Häufiger und kurz anlegen wird dir viel mehr Entlastung bringen, also alle 2 Stunden etwa, kann auch häufiger sein! Es kann helfen, diese immer wiederkehrenden „Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Außerdem solltest Du auf eine absolut korrekte Anlegetechnik achten und direkt bei den allerersten Anzeichen für einen Milchstau mit der Behandlung (feuchte Wärme vor dem Stillen, unterstützende Massage, RUHE usw.) beginnen. Lieben Gruß, Kristina


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Habe in der Brust selbst noch leichte Schmerzen bei Druck (aber viel weniger als gestern) Meine Hebamme meinte es wäre weil es noch empfindlich ist. Kann das sein?


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Hallo, danke für Deine Antwort. Jetzt habe ich über Nacht gemerkt, dass sehr wenig Milch da ist. Kann ich die Menge wieder steigern, indem ich öfter anlege?


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Sorry hatte noch vergessen was zu erwähnen. Ich habe rechts fast gar keine Milch mehr nur noch ein paar Tropfen. Das ist deshalb entstanden weil die Kleine eine Zeit lang nicht mehr rechts trinken wollte. Ich lege sie öfter mal rechts wieder an aber kommt ja nichts ode nur 3 Tröpfchen. Kann ich was falsch machen, wenn ich sie rechts anlege oder kann ich die Milch somit wieder aufbauen. Meine Tochter ist 6 1/2 Monate


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Das Abpumpen oder Ausstreichen erlaubt keinen Rückschluss auf die tatsächlverfügbare Milchmenge, da ein Baby beim Saugen an der Brust aufgrund der optimalen Saugtechnik ganz andere Mengen herausbekommt, als eine Pumpe das vermag! Und deine Milchmenge erhöhst du am einfachsten, wenn dein Kind häufig und effektiv an der Brust saugt. Leg deine Kleine ruhig auch an der ungeliebten Seite an, aber stress dich nicht! Es ist theoretisch kein Problem, wenn du auch nur eine Seite zum Stillen nimmst. Die Milchmenge in der bevorzugten Brust wird automatisch mehr... und theoretisch kann man auch nur mit einer Brust ein Baby voll stillen, ohne zufüttern zu müssen! Zwillingen reichen ja 2 Brüste auch... Lieben Gruß, Kristina


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