Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Milchmenge wieder erhöhen

Frage: Milchmenge wieder erhöhen

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Hallo, bis jetzt habe ich meine 9 Monate alte Tochter gestillt. 6 Monate voll und dann langsam Beikost eingeführt. ich gehe wieder arbeiten, also bekommt die Kleine mittags eine Flasche Pulvermilch von der Tagesmutter. Morgens und bei bedarf abends vor dem Schlafengehen stille ich, wenn ich mit der Kleinen zusammen bin versuche ich es auch am Mittag. Ich habe allerdings das Gefühl, dass meine Tochter nicht mehr genug Milch von mir bekommt. Morgens trinkt sie noch relativ gut, aber nach ca. 1,5 Stunden hat sie wieder Hunger. Mittags klappt es gar nicht, also denke ich, ich werde bei dem Fläschchen bleiben... Abends trinkt sie meistens nicht mehr. Früher hatte ich in der Arbeit mittags abgepumpt, das habe ich dann nach 6 Monaten eingestellt (Handpumpe.... dann habe ich meistens eh nur 50 ml bekommen... bin nie zum Mittagessen gekommen, weil ich immer abpumpen musste... irgendwann reichte es einfach). Habe ich eine Chance, die Milchmenge noch einmal zu erhöhen, z.B. durch Abpumpen? Oder sollte ich akzeptieren, dass die Kleine wohl nicht mehr so richtig will. Wenn sie mir nur an der Brust weint, habe ich auch nicht mehr so wirklich Lust - das ist ja mehr Streß als Freude für beide Seiten. Eigentlich wollte ich die Kleine stillen, bis ich ihr auch Kuhmilch geben kann. Meine Brust ist sehr weich geworden und ich kann den Milcheinschuss auch nicht mehr fühlen, so wie früher... Was würden Sie tun? Herzlichen Dank für eine kurze Rückmeldung! Alles Liebe, Rebecca


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Liebe Rebecca, wussest du, dass Muttermilch innerhalb von 60-90 Minuten verdaut ist? Darum ist es gar nicht ungewöhnlich, wenn ein Stillkind nach 1,5 Stunden wieder trinken möchte. Hinzu kommt, dass deine Kleine vermutlich nicht nur Milch sondern auch deine Körpernähe sucht, denn sie muss ja jetzt auch einige Zeit ohne dich, mit einer für sie sehr viel weniger vertrauten Person verbringen, die vermutlich auch nicht so viel mit ihr Schmusen kann wie du sonst. Menschenbabys sind Traglinge... Weiche Brüste sind KEIN Hinweis auf zu wenig Milch, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich (und oft auch kleiner wird). Das bedeutet nicht, dass die Milch weniger geworden ist, sondern ist ein Hinweis darauf, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Auch dass du den Milchspendereflex nicht mehr spürst ist kein eindeutiger Hinweis darauf, dass du nicht mehr genug Milch hättest... Also am besten stillst du sie immer dann, wenn sie es möchte und du es einrichten kannst. Schaden tut das nicht, ganz im Gegenteil... Lieben Gruß, Kristina


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Liebe Kristina, vielen Dank für Deine mutmachenden Worte :-) Ich hoffe, dass sich alles noch mal einpendelt. Soraya (meine Kleine) trinkt ja morgens sehr gerne an der Brust und wir genießen diese kleine Kuscheleinheit bevor der Tag so richtig losgeht. Nur danach hat sie eben nicht mehr so richtig Lust, ist unzufrieden wenn ich sie anlege, weint schnell... Ich kann mir allerdings eigentlich nicht vorstellen, dass sich so ein kleines Kind quasi von selbst abstillt. Trotzdem frage ich mich manchmal, ob ich nicht eher an dem Stillen festhalte als das Kind. Vielleicht sollte ich es einfach wieder öfter versuchen und ihr mehr Chancen für den "richtigen Zeitpunkt" geben? Es ist halt einfach schwierig abzuschätzen, ob das Kind nun Milch bekommt oder nicht - man sieht die Menge ja nicht :-) Ich bin eh froh dass es trotz meiner Berufstätigkeit so lange mit dem Stillen geklappt hat - obwohl wir auch ein paar Startschwierigkeiten hatten. Lieben Dank nochmal und viele Grüße, Rebecca


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Liebe Rebecca, "loslassen" ist nie verkehrt. Denn die Kleinen spüren sehr wohl, was uns antreibt. Und darum verändert sich so manche Situation, sobald wir uns als Mütter einfach fallen lassen und annehmen, dass das, was ist, IST. Und sich auch wieder verändern wird, und dass es GUT ist... Wenn wir diese Form der Entspannung leben, entspannt sich auch unser Kind. Du wirst ganz sicher den richtigen Weg finden, wenn du die Angst davor verlierts, etwas falsch zu machen :-) Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Liebe Kristina, ich sag nur eines: "DANKE!!!" Öfter mal auf Herz und Gefühl hören ist wohl das Beste und hat uns gestern schon den ersten sehr entspannten Nachmittag beschert :-)) Man sollte sich wirklich nicht an bestimmten Zeiten festhalten "Ich will ein Jahr stillen, ich will 6 Monate stillen..." Letzlich geben wohl die Kleinen das Tempo vor! Was für eine wundervolle Sache, dass die schon so genau wissen was sie wollen und brauchen. Liebe Grüße, Rebecca


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