Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

langsames Abstillen

Frage: langsames Abstillen

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Hallo Stillberaterin! Meine Tochter ist jetzt 6 Monate alt und sie bekommt bereits morgens, mittags und abends Beikost. Ich stille noch viermal ( ca. 4 Uhr, 11 Uhr, 5 Uhr und 7 Uhr) immer eine! Brust ein paar Minuten. Mehr möchte sie nicht trinken. Nachts und um fünf schläft sie auch immer beim Stillen ein. Bald möchte ich eine weitere Mahlzeit ersetzen, weiß aber ehrlich gesagt nicht welche. Ich bin mir unsicher, bezüglich der Milchbildung. Wenn ich Nachmittags ihr etwas anderes zu essen gebe, braucht sie um sieben bestimmt keine Milch mehr bis zum Abendbrei. Auch wenn ich dann einen Schritt weiter denke: Beim Ersetzten der Stillmahlzeit um elf, würde meine Tochter ja nur jeden zweiten Tag an einer Brust trinken. Dass kann doch nicht funktionieren. Muss ich was beim Stillen umstellen? Bitte geben Sie mir einen Tipp für die kommenden Monate. Vielen Dank im Voraus. Melanie


Biggi Welter

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Liebe Melanie, Ihr Baby bekommt für sein zartes Alter schon recht viel Beikost und Sie sollten noch keine weitere Mahlzeit ersetzen. Man kann eine Faustregel aufstellen, dass ein Baby mit sieben Monaten eine bis zwei zusätzliche Beikostmahlzeiten ergänzend zur Muttermilch bekommt, mit acht Monaten zwei bis drei, mit neun Monaten zwei bis vier, mit zehn Monaten vier und mit zehn bis zwölf Monaten drei bis fünf. Daneben kann und darf es so oft gestillt werden, wie es möchte. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Wenn Sie nun nicht mehr stillen möchten, können Sie die Mahlzeiten durch Flaschenmilch ersetzen. Sie können aber auch einfach noch etwas warten, dem Kind Beikost anbieten und mit der Zeit immer weniger stillen. Es gibt Frauen, die noch jahrelang nur mehr einmal in 24 Stunden stillen und die Brust stellt sich problemlos auf nur mehr eine Stillzeit pro Tag ein. Es gibt aber auch Frauen, bei denen eine so seltene Stimulation der Brust nicht genügt, um die Milchbildung aufrecht zu erhalten. Wie dies bei Ihnen sein wird, kann ich Ihnen nicht sagen, Sie müssen es ausprobieren. LLLiebe Grüße, Biggi


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