Mitglied inaktiv
Hallo Liebe Frau Welter, weiß seit heute das ich ins Krankenhaus muß weil sie beim Kaiserschnitt Wundwasser verkapselt hat und schon irgendwie gewebeartig ist. Habe einen 13 cm großen Bobbel im Bauch. Frauenärztin sagt soll man lassen und die im Krankenhaus sagen ich soll schon am 11.03. das machen lassen. Wie mache ich das mit Lion? Sagte dann zum Oberarzt wie ist das mit dem Stillen. Der sagte nur 6 Std. nach der OP darf man die Milch nicht geben. Jetzt habe ich mich so zusammengerissen und das stillen klappt jetzt im FF. und dann das.Kann doch nicht bis in einer Woche Milchvorrat anlegen in großen Mengen. Also weiß auch nicht. Habe auch Angst wenn er dann nur Flasche kriegt auch mit Muttermilch das er dann die nähe von mir vermißt oder die Brust. Das er dann Probleme kriegt oder einen Schaden davonträgt. Panik. Wäre mir auch lieber könnte noch 4 Wochen warten und mir eine Pumpe verschreiben lassen und dann in den nächsten vier Wochen Milch abzupumpen. Na ja weiß meinen Sie dazu. Gruß Luzzy
? Liebe Luzzy, eine Vollnarkose muss kein Grund für eine Stillpause sein, außer in der Zeit während der Operation. Nach einem Kaiserschnitt kannst Du ja auch stillen. Zitat aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage 2001: „Empfehlung für die Praxis: Wenn die Mutter nach einer Narkose wieder in der Lage ist Ihr Kind anzulegen, darf sie stillen. Weder die pharmokinetischen Eigenschaften der im Zusammenhang mit der Narkose heute verwendeten Mittel noch die klinischen Erfahrungen begründen eine zusätzliche Stillpause. Dies gilt auch für die Narkose im Rahmen einer Sectioentbindung, bei der ohnehin der diaplazentar übergehende Anteil an Narkotika gegenüber der geringen Kolostrummenge quantitativ im Vordergrund steht!" Dr. Schaefer (Mitautor des o.g. Buches) hat in mehreren Vorträgen immer wieder darauf hingewiesen, dass die Frau wieder stillen kann, sobald sie das Baby selbst halten kann. Bei den übrigen Medikamenten (Schmerzmittel, Antibiotika usw.), die erforderlich werden könnten muss darauf geachtet werden, dass sie in der Stillzeit verwendet werden dürfen. Es gibt so gut wie immer eine stillverträgliche Möglichkeit bei Medikamenten. Der Arzt muss unter Umständen nachlesen, was in der jeweiligen Situation angebracht ist. Als nächstes sind Sie auf die Kooperationsbereitschaft des Pflegepersonals und auf die Hilfe durch Ihren Mann, Ihre Mutter, eine Freundin usw. angewiesen. Da es leider in Deutschland nur in wenigen Kliniken gemacht wird, dass das Baby in einer solchen Situation mit der Mutter mitaufgenommen wird (was das einfachste wäre, sprechen Sie diese Möglichkeit einfach einmal an, solange niemand danach fragt, so lange wird es auch in Deutschland nicht populär werden, dass dies eine Möglichkeit ist), brauchen Sie jemanden, der zumindest tagsüber viel Zeit mit Ihnen und Ihrem Baby im Krankenhaus verbringt. Ihr Mann oder sonst jemand, müsste sich um die Versorgung deines Babys kümmern, so dass Sie es lediglich stillen. Wichtig ist, dass Sie immer dann, wenn Ihre Brust voll wird und Ihr Baby nicht in der Nähe ist, abpumpen. Je nachdem wie lange die Operation dauert, kann es auch ratsam sein, dass während der Operation abgepumpt wird. Das kann eine Schwester machen. Günstig ist, wenn Sie unmittelbar vor der Operation anlegen, damit die Brust nicht voll ist, wenn Sie in den OP kommen. Sie können in den nächsten Tagen eine „Notfallration" Muttermilch abpumpen, damit etwas da ist, falls Ihr Baby Hunger bekommt während Sie im OP sind. Sie brauchen keine Flasche, Ihr Baby kann auch mit einem Becher gefüttert werden, dann brauchen Sie erstens erstens keine Flasche und Sauger anzuschaffen und zweitens umgehen Sie das Problem einer Saugverwirrung. Zur Becherfütterung eignet sich jeder Becher mit abgerundetem oder biegsamem Rand. Das Baby sollte dabei in aufrechter Position gehalten werden, und es sollte langsam kleine Mengen Milch erhalten. Ein kleiner Becher oder ein kleines Glas - wie ein Schnapsglas - oder eine biegsame Tasse lassen sich etwas leichter handhaben als Becher, Glas oder Tasse in Erwachsenengröße. Aber prinzipiell lässt sich jeder saubere Becher, jedes Glas oder jede Tasse verwenden. Wenn langsam gefüttert wird, sollte das Baby in der Lage sein, die Milch zu trinken. Da bei Ihnen ein medizinscher Grund vorhanden ist, kann Ihnen der Arzt ein Rezept für eine Brustpumpe ausstellen. Auf dem Rezept muss stehen, dass er dir eine automatische elektrische Kolbenmilchpumpe mit Zubehör (ganz wichtig, denn das Zubehör kostet extra) verordnet. Dann übernimmt die Kasse die Kosten für die Miete und das Zubehör. Ich habe die besten Erfahrungen mit den Pumpen der Firmen Medela und Ameda gemacht. Bleiben Sie hartnäckig mit Ihrem Wunsch weiterzustillen. Es ist möglich, es verlangt lediglich etwas Kooperationsbereitschaft von allen Beteiligten. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. und wünsche Ihnen eine komplikationslose Operation und eine schnelle Genesung. Wenn Sie noch weitere Fragen haben, melden Sie sich einfach nochmals. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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