Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Kind 16 Monate will immer noch nachts ständig an die Brust

Frage: Kind 16 Monate will immer noch nachts ständig an die Brust

wiewunderbar

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Hallo liebe Stillberaterinnen Ich wende mich an euch, weil ich langsam echt nicht mehr kann. WIr erziehen unsere Tochter von Anfang an bedürfnisorientiert, ich habe sie nach Bedarf gestillt und wir schlafen alle zusammen. Meine Tochter schlief ca. vom 2. bis zum 5. Monat durch. Dann fing sie wieder an, nachts das Stillen einzufordern. War alles kein Problem für mich. Die Stillabstände betrugen teilweise nur eine Stunde. Hielt ich alles aus. Mittlerweile ist sie fast 1 1/2 Jahre und ich stoße langsam an meine Grenzen. Es läuft immer wie folgt ab: Zwischen 7 und halb 8 wird sie in den Schlaf gestillt. Solange ich noch nicht im Bett bin, meldet sie sich ca. alle 1 1/2 bis 2 Stunden und will an die Brust, lässt sich nicht anders beruhigen. Schnuller nimmt sie nicht. Wasser trinken möchte sie auch nicht. Auch das ist für mich mittlerweile ein großes Problem geworden, da ich so kaum Zeit für mich habe oder für meinen Mann. Abends mal in Ruhe zusammen einen Film gucken? Fehlanzeige. Mal zusammen mit Freundinnen ausgehen? Unvorstellbar. Zwischen 10 und 11 komme ich dann ins Bett. Ab dem Zeitpunkt will sie ca. jede Stunde gestillt werden. Teilweise wird nur genuckelt, manchmal auch sehr lange, was ich als echt störend empfinde, teilweise wird getrunken. Ich habe öfter gelesen. dass der einzige Weg ist, das Einschlafstillen abzugewöhnen. Ich finde das Einschlafstillen aber sehr praktisch und gemütlich. Gibt es nicht noch andere Möglichkeiten? Im ersten Jahr war das alles noch kein Problem für mich. Mittlerweile belastet es mich und auch die Beziehung zu meinem Mann und mir ist echt zum Heulen zumute. Ich hoffe, ihr könnt mir einen Rat geben. LG


Biggi Welter

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Liebe wiewunderbar, es gibt keinen "Normalfall" und darum auch kein richtig und kein falsch. Allerdings sollten die Bedürfnisse der Kinder nicht höher gestellt werden als die der Mutter, und wenn es dir schlecht geht, dann ist es wichtig, dass du auch für dich Gut bist! Ob deine kleine Maus nachts das Stillen aus Hunger oder aus lieb gewordener Gewohnheit macht kann dir keiner sagen, und so gilt es, dass du in dich hinein horchst, was du möchtest. In der Regel gibt kein junger Mensch das nächtliche Stillen ohne Protest auf, aber es ist doch zunächst einmal nur das: Protest. Und der darf auch sein... Das bedeutet ja nicht, dass er fürs Leben seelischen Schaden davon trägt. Darum ist es sicher legitim, wenn du mit 16 Monaten einmal schaust, ob sich nicht etwas ändern lässt an euren unruhigen Nächten. Du kannst sie tagsüber weiter stillen, und Nachts zur "stillfreien Zeit"erklären. Dazu kann ich dir das Buch "Schlafen statt Schreien" von Elizabeth Pantley empfehlen. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Von Pantley stammt auch die Idee zur Einführung einer stillfreie Zeit. Hier fasse ich dir kurz zusammen, wie es geht: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird (sie verstehen es auch dann, wenn wir denken, sie seien noch viel zu klein um zu begreifen, was los ist!), und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihr wirklich beistehst und sie nicht "strafst" für ihre natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du die stillfreie Zeit nicht zu lang ausdehnen solltest pro Nacht, oder vielleicht doch noch ein bisschen warten und durchhalten solltest. LLLiebe Grüße Biggi


LooRelai

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Hi :) Ich hoffe es ist ok das ich dir auch antworte. Also meine Tochter ist fast 18 Montae und wir hatten ganz exakt das selbe!!!! Manchmal schlief sie abends etwas besser, aber nachts habe ich auch oft mindestens einmal die Stunde gestillt, Sie nimmt allerdings den Schnuller.... nur in den Momenten zum wieder einschlafen wollte sie keinen. Ich habe sie nachts nach Gordon abgestillt. Nun stille ich sie gegen 19 / 20 Uhr beim zu Bett bringen, dann gegen 22 /23 Uhr wenn ich ins Bett gehe und dann ca 6 bis 7 Stunden gar nicht. Die ersten 2 Nächte waren anstrengend, aber bei weitem nicht so schlimm wie ich dachte. Also sie hat natürlich geschimpft (gegen o Uhr... oder halb 1 ca). Da habe ich sie das erste mal nicht mehr gestillt. Ich habe ihr erklärt, dass eine fitte Mutter auch für sie am Tag viel schöner ist und ich sie nachts nun nicht mehr stillen möchte. Ich habe ihr versprochen, dass ich sie morgen früh wieder stillen würde. Sie hat ca. 1 Minute geweint, dann 5 Minuten gekuschelt, dann wieder geweint usw.... das zog sich etwa 3 Stunden. Ich habe sie gekuschelt, gestreichelt, gedrückt.... alles um zu zeigen es ist ok das sie wütend ist. Aber das ändert trotzdem nicht. Und dann irgendwann ist sie tatsächlich eingeschlafen und hat 3 Stunden (!!!!) am Stück geschlafen. So viel Schlaf hatte ich wochen / monatelang nicht mehr. die zweite Nacht war besser und in der dritten hat sie meist nur ganz ganz kurz geschimpft. Vielleicht 10 Sekunden... und dann gekuschelt. Das ist nun ca einen Monat her..... sie möchte auich jetzt manchmal nachts noch, ich bleibe da hart.... Ich denke von 23 Uhr bis 5 Uhr sollte sie schaffen... und ich bin ja da. Sie schläft auch im Elternbett.... und ich konnte auch nachts einfach nicht mehr..... sie hat nie länger als 3 Stunden am Stück geschlafen, und zu letzt habe ich oft im 30 Minuten Takt gestillt..... das wollte ich einfach nicht mehr. Ich hatte viel Angst vor dem Schritt mit diesem nächtlichen Abstillen.... und habe mich lange nicht getraut. und an dem Tag habe ich tagsüber noch zu meiner Freundin gesagt ich bin noch nicht so weit und habe Angst davor. Und nachts war es so klar für mich, dass ich das jetzt durchziehen muss. Ich glaube man weiß und fühlt es wann es Zeit ist! Ich ich würde mal sagen, das wichtigste ist, dass du es wirklich durchziehst. Wasser möchte sie übrigens auch nicht. Ich drücke dir die Daumen!!! Lg


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