Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Immer noch Probleme beim Abstillen!!

Frage: Immer noch Probleme beim Abstillen!!

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Hallo, ich habe immer noch Probleme mit dem Abstillen. Am Entbindungstag habe ich eine Abstilltablette bekommen, ich sollte Salbeitee und ansonsten nicht soviel trinken. Fünf Tage später wurden meine Brüste leicht hart, druckempfindlich und schmerzten etwas, es kamen hier und da ein paar Tropfen Milch heraus. Im KH machte mir eine Schwester Quarkumschläge zum Kühlen. Sie sagte, wenn man die Milch nicht ausstreichen könnte, sondern immer nur mal ein paar Tropfen kämen und nur ganz leichte Verhärtungen vorhanden seien, bräuchte ich keine Tabletten mehr zu nehmen. Das würde so wieder weggehen. Es dauerte dann noch drei Tage, bis wieder alles normal war. Bis heute -also 19 Tage (!) nach der Geburt- habe ich tageweise immer wieder das gleiche Problem, obwohl ich weiterhin jeden Tag einen Salbeitee getrunken habe. Wie lange kann das denn noch dauern und kann man dagegen noch etwas anderes machen als nur Salbeitee trinken? Oder muss ich nun doch noch zum Arzt und mir Tabletten verschreiben lassen? Gruß Sandy


Biggi Welter

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Liebe Sandy, angesichts möglicher Risiken für die Mutter sollten dann physikalischen Maßnahmen wie Kühlung (Quark oder Eiswickel) der Brust den Vorzug gegenüber Ergotaminpräparaten erhalten. Die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat aufgrund der mütterlichen Risiken die Zulassung für Bromocriptin ("Pravidel") zum Abstillen zurückgezogen (Herings et al., 1995). Außerdem kann es vorkommen, das es nach dem Absetzen der Tabletten zu einem erneuten Milcheinschuß kommt, wie Du es ja nun selbst erlebst. Sobald sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest Du entweder gerade so viel Milch ausstreichen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Falls Du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi


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