Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe am 11.01.2010 entbunden und hatte von Mittwoch auf Donnerstag auch den Milcheinschuß. Jetzt habe ich aber das Problem, dass meine rechte Brust ziemlich hart ist. Ich habe auch das Gefühl, dass sie nicht so viel Milch produziert und das meine Tochter dort auch teilweise nicht gerne trinkt, beziehungsweise nichts raus bekommt. Bei der linken Brust habe ich diese Probleme nicht. Da läuft alles einwandfrei. Können Sie mir einen Tipp geben? Meine Hebamme kommt erst morgen Abend aus dem Urlaub wieder und ich hätte gern vorher schon was dagegen getan. Warm ist die Brust übrigens nicht, einfach nur ziemlich hart. Vielen Dank für ihre Hilfe
Kristina Wrede
Liebe Mone1974, deine rechte Brust ist gestaut, und Babys trinken oft nicht so gern an "gestauten" Brüsten. Es ist jedoch wichtig dass du versuchst, deine Kleine so oft wie möglich genau an der Seite anzulegen, um den Milchstau zu lösen. Um einen Milchstau oder eine Brustentzündung in ihren Anfängen zu überwinden oder um zu verhüten, dass sich ein Milchstau zu einer Brustentzündung entwickelt, sollte sich die Mutter ein bis zwei Tage mit ihrem Baby ins Bett legen, um sich auszuruhen und sich zu erholen. (Ok, ich sehe ein, dass das bei dir wohl nicht machbar sein wird). Aber es ist eine Tatsache, dass Ruhe für die Mutter mit das Wichtigste bei der Behandlung einer Brustentzündung ist. Manche Frauen empfinden Quarkwickel als angenehm. (Bitte achte darauf, dass die Brustwarze und den Brustwarzenhof beim Anlegen eines Quarkwickels auszusparen). Wer auf Quark allergisch reagiert sollte allerding keine Quarkwickel machen. Du kannst die Brust auch mit zerstoßenen Eiswürfeln, die in einen Waschlappen gepackt werden kühlen. Und viele Frauen machen sehr gute Erfahrungen, wenn sie mit einem Nudelholz weich gewalkte Kohlblätter auf die entzündete/schmerzhafte Stelle legen und einige Stunden wirken lassen. Vor jedem Stillen sollte feuchte Wärme auf die Brust einwirken. Um eine gestaute Stelle zu entleeren, sollte jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Ist das Stillen schmerzhaft, kann zuerst an der NICHT betroffenen Seite und nach dem Einsetzen des Milchspendereflexes an der kranken Brust gestillt werden, und zwar solange, bis die Brust wieder weicher wird. Es sollte alle eineinhalb bis zwei Stunden anlgelegt werden und dabei das Baby so gehalten werden, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Häufiges Stillen (oder abpumpen) rund um die Uhr ist nötig, damit die Milch in der erkrankten Brust am Fließen gehalten wird. Und nochmals: Ganz wichtig ist Ruhe, Ruhe und nochmals Ruhe. Sobald Symptome wie Schüttelfrost, Fieber, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen usw. dazu kommen, sollte unverzüglich eine Ärztin/Arzt hinzugezogen werden. Auch wenn sich die Verhärtung nicht innerhalb von ein bis zwei Tagen bessert, sollte die Brust ärztlich untersucht werden (Frauenärztin/arzt oder Hausärztin/arzt). Es kann nötig sein, dass du ein Antibiotikum einnimmst, doch es gibt stillverträgliche Medikamente, die keine Stillunterbrechung benötigen! Lieben Gruß und gute Besserung, Kristina
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