Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, ich habe eine 3 Wochen alte Tochter, die als Frühchen zur Welt kam. Anfangs war sie noch zu schwach selbst von der Brust zu trinken und so pumpte ich regelmäßig ab. Nun seit knapp einer Woche schafft sie es alleine an der Brust zu saugen. Doch ich glaube nicht richtig, da seit gestern einige Probleme habe: * Sie erwischt oft nur die Brustwarze und nicht den Vorhof, sodaß meine Brustwarze jetzt ganz rot und rissig ist. Speichel oder Muttermilch antrocknen lassen hat nicht geholfen. Was kann ich gegen das rissige tun? Und wie kann ich meiner Maus das richtige Saugen beibringen? * Seit gestern ist auch noch zusätzlich meine Brust steinhart. Es ist sehr schwer die Knoten heraus zu massieren. Ich denke, daß Lisa dadurch auch nicht viel Milch bekommt, da sie noch kurzer Zeit anfängt zu schreien und zu suchen. An was liegt das? Als ich noch regelmäßig abpumpte hatte ich diese Beschwerden nicht? * Und als Letztes: Bekomme ich an der Brust (vermehrt an den steinharten Stellen) lila Streifen. Schauen aus als wenn kleine Äderchen geplatzt wären. Woher kommt das und wie kann ich es vorbeugen und behandeln? Ist leider etwas länger geworden. Tut mir leid. Für Deine Antwort bedanke ich mich schon im Voraus. Liebe Grüße Jeanna
Liebe Jeanna, ich befürchte, dass Du eine beginnende Brustentzündung hast. Eine Brustentzündung ist eine ernstzunehmende Sache, die nur in den Anfängen selbst behandelt werden kann. Auch wenn nicht immer Antibiotika erforderlich werden, ist doch meist der Besuch bei einem (stillfreundlichen) Arzt anzuraten. Von den oft empfohlenen Quarkwickel ist bei Frauen mit einer Allergie gegen Kuhmilch abzuraten. Es hat sich herausgestellt, dass Frauen mit Kuhmilchallergie keine Linderung durch Quarkwickel erfahren. Ganz wichtig bei den Quarkwickeln ist es auch, Brustwarze und Brustwarzenhof auszusparen, da die Molke im Quark dazu führt, dass die Brustwarzen wund werden. Einer Brustentzündung geht fast immer ein Milchstau voraus. Bei einem Milchstau kannst Du die schmerzende Stelle vor dem Stillen wärmen (z.B. in einer Schüssel mit warmen Wasser oder in der Badewanne). Du kannst auch ein warmes feuchtes Tuch um die Brust legen. Manche Frauen empfinden es als angenehm, wenn sie zwischen den Stillmahlzeiten ein Heizkissen oder eine Wärmflasche über die Brüste legen. Andere wiederum finden es angenehm die Brust zu kühlen (zum Beispiel mit einem Waschlappen, der nass in die Tiefkühltruhe gelegt wurde). Um die gestaute Stelle zu entleeren, solltest Du jede Stillmahlzeit auf der betroffenen Seite beginnen, bis der Knoten und die Schmerzen vergangen sind. Du solltest alle eineinhalb bis zwei Stunden anlegen und dabei das Baby so halten, dass sein Kinn gegen die schmerzende Stelle gerichtet ist (erfordert manchmal etwas Akrobatik). Die Milch wird auf diese Weise besser herausgesogen und dadurch löst sich die Blockierung besser. Sanfte Massage kurz vor oder während des Stillens kann ebenfalls hilfreich sein. Auch wenn Du keine begrenzte Verhärtung in deiner Brust ertasten kannst: wichtig ist, dass die Brust immer wieder entleert wird, sprich, Du musst deinen Sohn häufig anlegen. Und wie immer gilt auch hier: auf korrektes Anlegen und eine gute Stillposition achten. Außerdem solltest Du Dir möglichst viel Ruhe gönnen. Wenn möglich leg dich mit deinem Kind ins Bett und überlass die Hausarbeit jemandem anderen. So wie ich eure Situation einschätze, wäre es gut, wenn Du dich so rasch wie möglich an eine Stillberaterin vor Ort wenden könntest, die dir genau zeigt, wie richtig angelegt wird und woran Du erkennst, dass deine Tochter korrekt saugt. Wunde Brustwarzen entstehen nämlich nicht dadurch, dass eine Baby lange und häufig an der Brust trinkt, sondern fast immer dadurch, dass das Baby entweder falsch angelegt ist und/oder falsch saugt. Nur kann ich hier am Bildschirm nicht beurteilen, wie das bei euch aussieht. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. Bis Du Kontakt zu einer Stillberaterin aufnehmen kannst, hier schon einmal eine Beschreibung des richtigen Anlegens: Beim korrekten Anlegen wartest Du, bis das Babys seinen Mund weit öffnet - wie zum Gähnen. Dann ziehst Du es rasch an die Brust. Der Mund des Babys sollte mindestens zweieinhalb Zentimeter des Brustwarzenhofes bedecken. Das Kinn und die Nasenspitze des Babys berühren die Brust während der Stillmahlzeit. Die Lippen des Babys sind „aufgeschürzt“ und entspannt. Die Zunge des Babys liegt unter der Brust. Schläfen und Ohren des Babys bewegen sich während des Saugens. Dein Baby liegt mit dir Bauch an Bauch. Es liegt auf der Seite, so dass sein ganzer Körper dir zugewandt ist. Sein Kopf ruht in deiner Ellenbeuge, sein Rücken wird von deinem Unterarm gestützt und Du hältst seinen Po oder Oberschenkel mit deiner Hand. Ohr, Schulter und Hüfte des Babys bilden eine Linie. Der Kopf sollte gerade liegen und nicht zurückgebogen oder zur Seite gedreht sein. Eine gute Beschreibung der korrekten Anlegetechnik findest Du in dem Infoblatt „Stilltechniken, die funktionieren“, das Du bei jeder La Leche Liga-Stillberaterin beziehen kannst. Ist das Baby richtig angelegt und saugt es korrekt, tut das Stillen normalerweise nicht weh. Wenn beim Anlegen Schmerzen auftreten, solltest Du das Baby abnehmen (den Saugschluss vorher lösen) und es neu anlegen. Ganz llliebe Grüße Biggi
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o.t.
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