Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, Jonas (13 Monate) hat schon relativ früh eine Angewohnheit entwickelt, die ich sonst noch nie bei einem Baby bzw. erst recht nicht bei einem Kleinkind beobachtet habe: Er möchte immer und überall ziemlich oft zum Nuckeln (ohne gleich immer wirklich zu trinken) an die Brust. Ziemlich oft kann im Extremfall heißen alle paar Minuten für einige Sekunden. Es scheint so, als wolle er sich dabei von den Abenteuern erholen und beruhigen, kann dann aber doch nicht seine Neugierde überwinden und so nuckelt er, lässt los, guckt sich um oder krabbelt auch mal weg, nuckelt wieder usw. usw. Da er nunmal die Brust auf seinen Entdeckungsreisen nicht mitnehmen kann (Schnuller verweigert er, seit er ca. 10 Monate alt ist), muss er zwischendurch immer mal wieder zum "Auftanken" zurückkommen, was - wie gesagt - ziemlich häufig sein kann. Eigentlich denke ich, er macht eben genau das, was ihm gut tut, allerdings bin ich auch zeitweise ziemlich unsicher, weil ich wohl weit und breit die Einzige bin, deren Kind sich so verhält. Habe ich ihm vielleicht von Anfang an die Brust aus Bequemlichkeit und um meine Nerven zu schonen zu schnell zum Trost und zur Beruhigung angeboten? Es war und ist immer noch die einfachste Art, ihn zu beruhigen und zu trösten. Habe ich ihm die Chance genommen, einen eigenen Weg zu finden, sich selbst zu trösten? Sollte ich etwas ändern? (Oje, wie sollte ich das denn anstellen???) Die unverständlichen Blicke und Kommentare von allen Seiten zehren manchmal ganz schön an meinen Nerven. Ich hoffe, du hast einen guten Rat für mich. Petra
Liebe Petra, wie gut ich dich verstehen kann :-), ich kann mich noch gut an all die blöden Kommentare erinnern, die mich verfolgten, als mein Moritz ständig zum Nuckeln kam. Du machst NICHTS verkehrt und es IST normal, dass dein Junge dauern an die Brust mag. Ganz wichtig: das Stillen bietet in dem Alter der ersten Ablösung wichtige emotionale Hilfe - dein Kind kann immer wieder den "Heimathafen " ansteuern, wenn etwas beängstigend ist. Die Idee der frühen Entwöhnung ist ein Produkt unserer Kultur. Ein Kind befindet sich zwischen ein und drei Jahren in einer Phase des Überganges von totaler Abhängigkeit von der Mutter zu relativer Unabhängigkeit von ihr. Einige Bedürfnisse in dieser Übergangsphase, besonders die nach Sicherheit und Zuwendung werden sehr gut beim Stillen gedeckt. Das Entwöhnen von der Brust ist nur einer von vielen Wegen, durch die sich das Kind langsam löst. Es wird sich, wenn die Zeit dafür reif ist, von selbst entwöhnen (Quelle: "Kleine gestillte Persönchen", LLL-Deutschland). Wenn mich jemand angeredet hat, habe ich immer mit diesen Argumenten reagiert: Langes Stillen trägt zur Gesundheit von Kleinkindern bei. In einer Studie mit 67 Müttern wurden diese zu Art und Dauer von Krankheiten befragt, die im Alter zw. 16 und 30 Monaten auftreten und eine medizinische Behandlung nötig machen. Es wurde festgestellt, dass Stillen die Anzahl der Kinderkrankheiten verminderte und somit indirekt zur Gesundheit der Kinder beitrug (Quelle: Fakten zum Stillen, Infoblatt der LLL-Deutschland). Stillen trägt zur Gesundheit der Zähne bei. Je länger die Stillzeit, desto weniger besteht die Chance einer Kieferfehlstellung (Quelle:s.o.). Außerdem möchte ich dir das Buch „Wir stillen noch - über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen, das bei La Leche Liga und jeder La Leche Liga-Stillberaterin (also auch bei uns) und im Buchhandel erhältlich ist. LLLiebe Grüße Biggi
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