Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

grüner schleimiger Stuhl

Frage: grüner schleimiger Stuhl

beissbaby

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Liebe Stillberaterinnen, ich habe wieder eine Frage :) Meine Tochter ist jetzt 5 Wochen alt und wird voll gestillt. Bisher hat sie eigentlich wenig Probleme mit der Verdauung. Sie muss sich zwar ordentlich anstrengen, weint dabei aber sehr selten mal. Seit gestern war sie sehr unruhig und hat viel, aber schlecht geschlafen und ich hatte auch das Gefühl, dass sie Bauchweh hatte. Am besten beruhigen ließ sie sich mit der Brust und so habe ich sie oft angelegt und sie ist dabei immer recht schnell eingeschlafen. Heute hat sie dann nach viel Anstrengung und vielen Püpsen grünen Schleim in der Windel gehabt. Ich habe das mal nachgelesen und herausgefunden, dass das damit zusammenhängen kann, dass sie zu viel Vordermilch bekommen haben könnte, was auch Blähungen verursachen kann. Wenn das so ist, ist es dann überhaupt empfehlenswert, das Baby bei Unruhe anzulegen, auch wenn man weiß, dass es eigentlich nicht wirklich hungrig sein kann? Wäre ja dann wie ein Teufelskreis (Unruhe->Brust->zu viel Vordermilch->Blähunge->Unruhe etc.). Ich gebe ihr ja auch den Finger zum Nuckeln, aber sie beruhigt sich viel besser an der Brust. Ansonsten ist sie, wenn sie zwischendurch mal wach und ausgeschlafen ist, gut drauf. Vielen Dank für eure Mühe und ganz liebe Grüße


Biggi Welter

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Liebe beissbaby, die Unterteilung der Milch in Vordermilch und Hintermilch ist nicht so, wie es immer wieder zu lesen ist und ist für die Praxis abgesehen von wenigen, besonderen Fällen kaum relevant. Der Milchspendereflex setzt beidseitig ein, so dass das Kind an der zweiten Brust dann eine „Mischmilch" erhält. Die Unterscheidung in „Vordermilch" und „Hintermilch" ist in aller Regel allerdings eine akademische Frage, die für den normalen Stillablauf keine Bedeutung hat. Solange das Kind gedeiht und sich wohl fühlt, muss keine Mutter über die Anteile an Vorder oder Hintermilch nachdenken. Ob Ihr Kind gedeiht können Sie bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 150 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Solange diese Kriterien erfüllt sind, dürfte alles in Ordnung sein. Blähungen sind bei kleinen Babys relativ häufig. Für eine Stillberaterin besteht der erste Schritt bei einem Kind mit Bauchproblemen darin, die Stillposition, Anlegetechnik und das Saugverhalten des Kindes zu überprüfen. Ein nicht korrekt angelegtes Kind und/oder ein Kind, das nicht richtig saugt, schluckt an der Brust meist sehr viel Luft und darin kann schon die Ursache für Blähungen begründet sein. Solange diese Ursache nicht beseitigt wird, können alle anderen Maßnahmen allenfalls "Kosmetik" betreiben, aber nicht wirklich helfen. Nun kann ich aber weder Sie noch Ihr Baby sehen und kann daher das Saugverhalten nicht beurteilen und Ihnen auch nichts zeigen. Am besten wenden Sie sich deshalb einmal an eine Stillberaterin in Ihrer Nähe und lassen sich beim Stillen zuschauen. Die Kollegin kann Ihnen dann bei Bedarf Tipps zum korrekten Anlegen geben, kann Ihnen erklären, woran Sie erkennen, ob Ihr Kind korrekt saugt und Ihnen überhaupt gezielte Hinweise geben. Im direkten Kontakt lassen sich viele Fragen viel besser klären. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße, Biggi


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