Mitglied inaktiv
Hallo Unser Sohn ist jetzt 3 Monate alt und ich kann immer noch voll stillen. Seit ca. 3 Wochen still ich ihn abends um 22.30 das letzte Mal und dann schläft er bis ca. 5 Uhr (manchmal kommt er bereits um 4 Uhr, aber er hat auch schon mal bis 6 Uhr geschlafen). Das ist für uns Eltern natürlich sehr erfreulich. Mir ist aber aufgefallen, dass er seit einer Woche durch den Tag recht unausgeglichen und unzufrieden ist (er weint oft). Viele sagen, dass er evtl. am zahnen sei. Er nimmt sehr sehr oft seine Hànde in den Mund und "säufert" sehr viel. Meiner Meinung nach ist das noch zu früh oder? Ich vermute jedoch, dass ich evtl. zu wenig Milch habe, da ich ja jetzt in der Nacht längere Pause mache. Kann das sein, dass sich die Milchmenge durch die längere Pause in der Nacht zurückgebildet hat? Wenn ja, sollte ich ihn durch denn Tag öfter ansetzen (ich stille ihn alle 3/4 Stunden) oder in der Nacht wecken? Ich möchte nämlich so lange es geht stillen. Ich bin dir sehr dankbar über eine Antwort. Lieber Gruss Daniela
? Liebe Daniela, warum soll es denn zu früh für das Zahnen sein? Es gibt nicht wenige Kinder, die in diesem Alter bereits einen Zahn haben und außerdem kann es sein, dass die Zähne jetzt in den Kiefer einschieben, was für manche Kinder unangenehmer ist, als das eigentliche „Durchbrechen“ der Zähne. Aber auch wenn es nicht die Zähne sind, gibt es Gründe, dass Babys in bestimmten Entwicklungsphasen unausgeglichen sind, ohne dass die Milch nicht reicht. Ehe Du dich jetzt vollkommen verrückt machst, schau dir dein Kind an: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass `nassA ist, kannst Du sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Sollten diese Punkte wider Erwarten nicht erfüllt sein, wenden dich bitte an deine Kinderärztin/arzt und eine Stillberaterin vor Ort, so dass gemeinsam überlegt werden kann, welche Maßnahmen erforderlich sind. Wenn Du mir deinen Wohnort mit Postleitzahl angibst, suche ich dir gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus. LLLiebe Grüße Biggi
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