Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Bräuchte bitte einen Tip fürs Abstillen am Morgen

Frage: Bräuchte bitte einen Tip fürs Abstillen am Morgen

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Hallo, mein Kleiner ist 9 Monate alt. Er geht jeden Abend halb 7 ins Bett und schläft bis 4.40 Uhr - jeden Tag (zum Abendessen gibt es leckeren Vollmilchgrießbrei den er auch aufisst). Wenn er dann frühs wach wird fängt er sofort an zu weinen und muss an die Brust. Da trinkt er und schläft dann auch nochmal ca. eine halbe Stunde an der Brust ein, was auch schön für mich ist. Trotz allem möchte ich nun abstillen, da er mir auch gehäuft in die Brust beißt. Wenn ich ihm morgens nicht die Brust geben würde, würde er schreien und sich nicht beruhigen. Was kann ich nur tun? Um 4.40 Uhr aufstehen ist auch ganz schön zeitig und abends später ins Bett legen geht auch nicht, da er total müde ist. Vielleicht können Sie mir ja helfen? Vielen Dank im Voraus!


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Liebe happy_girl23, tatsächlich ist diese Mahlzeit ganz früh am Morgen meist die, die zuletzt entwöhnt wird - weil sie den Kleinen so wichtig zu sein scheint. Stillt ihr denn auch noch tagsüber? Wenn er dich beißt, kannst du versuchen, das zu ändern. Ist so früh am Morgen natürlich auch eher anstrengend, weil es von dir verlangt, dass du aufmerksam bist, aber oft ist es nach 2-3 Tagen dann "geschafft" und danach hättest du wieder mehr Ruhe um diese frühe Tageszeit. Unten hänge ich dir unsere Tips an, wie man Babys beibringen kann, eben nicht zu beißen. Wenn du ihn dich abstillen möchtest, wirst du einen Ersatz anbieten müssen, und eure "Routine" ändern. Vielleicht nimmt er statt der Brust auch eine Flasche (z.B mit Pre-Milch) an, und schläft dann doch noch einmal weiter. Oder aber, ihr werdet richtig wach und steht auf, um ihn von seiner Lust zu Stillen abzulenken, vielleicht trinkt er ein paar Schlucke Milch aus einem Glas, spielt ein wenig und nach einer halben Stunde oder Stunde könnt ihr euch wieder hinlegen und nochmal eine Runde schlafen. Was funktioniert ist immer von Familie zu Familie anders, hängt ja auch davon ab, was die Familie als Ganzes am besten verkraftet. Doch es läuft immer darauf hinaus, entweder einen Ersatz anzubieten oder abzulenken. Lieben Gruß, Kristina Tipps gegen das Beißen Wenn ein Kind Zähne bekommt, dann muss es sich zunächst selbst erst einmal an die "neuen Dinger" in seinem Mund gewöhnen und es muss in manchen Fällen erst lernen, wie es an der Brust trinken kann, ohne dass es diese neuen Zähne in die Brust der Mutter "eingräbt". Babys beißen nicht aus "Gemeinheit" oder bewusst ihre Mütter. Sie bringen damit ihre Unzufriedenheit, ihr Unwohlsein und ihre Schmerzen zum Ausdruck. Zunächst einmal, kannst Du die Stillpositionen häufig wechseln, damit nicht immer die gleichen Stellen belastet werden und deine Brust sich wieder erholen und die wunden Stellen abheilen können. Eventuell kannst Du auch etwas hochgereinigtes Wollfett (gibt es unter den Handelsnamen Lanosin, Lansinoh oder Purelan in der Apotheke) dünn auf deine Brustwarzen auftragen, um die Heilung zu unterstützen. Beißversuche des Kindes finden meist gegen Ende der Stillmahlzeit statt, denn Babys können nicht gleichzeitig saugen und beißen. Das bedeutet, man muss sein Kind gut beobachten, so kann man beim Beißen/Beißversuch sofort den Finger in den Mundwinkel des Kindes stecken und die Brustwarze herausziehen. Wenn das Kind zu beißen beginnt, den Kopf und den Körper des Babys vorsichtig noch etwas näher zu sich ranziehen. Wichtig ist auch dem kleinen Baby zu sagen: "Nicht beißen, das tut mir weh!"


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