Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Beifüttern und abstillen

Frage: Beifüttern und abstillen

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Wir haben jetzt angefangen, beizufüttern und zwar bekommt Leo (Reifealter: 6 Monate, Geburtsalter 8 Monate) seit 3 Tagen Reisschleim aus Reisflocken und eingefrorener Muttermilch (Resteverwertung). Er isst auch die Pampe ganz begeistert und schafft fast einen ganzen Teller. Insofern kein Problem. Allerdings lege ich ihn danach noch an und dann trinkt er mir auch die ganze Brust leer. Ich will doch mit dem Beifüttern auch anfangen, abzustillen. Aber so klappt das wohl nicht. Er trinkt auch schon Wasser, aber eher spielerisch und nicht richtig zum Durstlöschen. Nächste Woche will ich mit Gemüse anfangen. Soll ich einfach nach dem Füttern nicht mehr stillen? Sonst wird das wohl nie weniger mit der Milch. Danke vorab Carolyn


Biggi Welter

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Liebe Carolyn, es ist überhaupt nicht schlecht, wenn Leo nach dem Brei noch gestillt wird. Er ist gerade erst sechs Monate alt und damit noch am Beginn der „Beikostkarriere“ und in dieser Zeit sollte der Begriff „BEI-Kost“ wörtlich verstanden werden. Beikost ist etwas, was die Muttermilch ergänzt und nicht ersetzt. Es ist deshalb normal und richtig in Verbindung mit der Beikost zu stillen, nicht zuletzt deshalb, weil auf diese Weise bestimmte Bestandteile der Beikost vom Kind besser erwertet werden können. Muttermilch sollte im gesamten ersten Jahr die Hauptnahrungsquelle für das Baby sein. Die Beikost sollte zunächst ergänzen und nicht ersetzen. Mit zunehmendem Alter werden die Mengen an Beikost von alleine größer und die Muttermilch tritt zunehmend zurück. Im Idealfall ist dies ein allmählich verlaufender Prozess, der nicht viel Steuerung braucht. Wenn Sie jetzt bald ganz abstillen möchten, sollten Sie zur Flasche hin abstillen. LLLiebe Grüße Biggi


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