Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Baby verweigert Brust aufgrund Aphthe - wie geht es weiter?

Frage: Baby verweigert Brust aufgrund Aphthe - wie geht es weiter?

Jenni_F

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Liebes Team, meine Tochter (fast 10 Monate) wurde bis vor einer Woche noch voll gestillt. Zu unseren Essenszeiten habe ich ihr aber immer mal wieder Beikost (Gemüse, Obst) angeboten. Vor einer Woche habe ich eine Aphthe halb so groß wie ihre Zunge an ihrer Zungenunterseite entdeckt - die Aphthe hat ihr natürlich große Schmerzen bereitet, weshalb sie die Brust verweigert. Ich pumpe seit dem regelmäßig ab, um ihr weiterhin wenigstens morgens und abends eine volle Milchmahlzeit anbieten zu können und weil ich die Hoffnung habe, dass sie, wenn die Aphthe komplett verheilt ist, zumindest teilweise wieder die Brust nehmen will. Neben den 2 Milchmahlzeiten bekommt sie nun Getreide-Obst-Brei oder Gemüsebrei am Mittag/Nachmittag. Ich biete ihr immer wieder mal die Brust an, da die Aphthe schon relativ gut verheilt ist, aber sie verweigert sie weiter... Ich will meine Tochter natürlich nicht dazu zwingen gestillt zu werden, würde es mir aber wünschen, da ich wenigstens das 1. Jahr zu einem großen Teil stillen wollte. Haben Sie einen Tipp für mich, wie ich hier am besten vorgehe, damit meine Tochter wieder "den Weg zurück zur Brust" findet? Macht es jetzt überhaupt noch Sinn, ihr die Brust wieder anzugewöhnen? Für den Fall, dass sie sich nun selbst abgestillt hat, wie ersetze ich die Milchmahlzeiten am besten? Pre-Nahrung verweigert sie bislang... Ist es ein Problem, wenn die Milchmahlzeiten jetzt schon komplett wegfallen und sie nur noch "normale" Nahrung bekommt? Vielen Dank schon mal für Ihre Hilfe und herzliche Grüße, Jenni


Biggi Welter

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Liebe Jenni_F, es kann tatsächlich sein, dass Dein Baby sich jetzt zur Flasche hin abstillt, aber versuchen kannst Du es immer! Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Mit sieben bis neun Monaten braucht das Kind noch mindestens drei Milchmahlzeiten, mit zehn bis zwölf Monaten noch mindestens zwei. Generell wird empfohlen, dass mit Kuhmilch und Kuhmilchprodukten gewartet wird, bis das Kind ein Jahr alt ist, es gibt aber auch Meinungen, die sagen, dass es ab zehn Monaten schon kein Problem sei, Milchprodukte einzuführen. Du könntest also auch (Voll-)Milchbrei geben. LLLiebe Grüße Biggi


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