Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Baby trinkt weniger - Gefahr Milchstau?

Frage: Baby trinkt weniger - Gefahr Milchstau?

Julihellgruen

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Liebes Team, unser Sohn ist 11Wochen und wird voll gestillt. Seit gestern trinkt er plötzlich nicht mehr wie bisher fast alle zwei Stunden (auch nachts), sondern "nur" alle drei, vier Stunden. Heute Nacht hat er sogar nur einmal getrunken (5 Stunden Abstand zur letzten Mahlzeit). Er trinkt auch nur noch kurz (max 10 Minuten, bisher auch mal 30 Minuten). Ansonsten wirkt er fit und zufrieden. Ich mache mir Sorgen, dass ich einen Milchstau bekomme - die Brust ist die plötzliche Umstellung nicht gewöhnt, die Brüste sind bis zum Stillen immer schon extrem prall u man spürt leichte Knoten. Ich hatte schon einen Milchstau und will das unbedingt vermeiden.. Meine Frage - was kann ich hier tun? Soll ich dem kleinen alle 3-4 Stunden beide Brüste geben (je nur 5 Minuten, sie sind dann nicht leer) oder immer nur eine Brust (was mir dann wg der anderen Brust gefährlich vorkommt, weil sie ja 6 Stunden nicht ausgetrunken wird). Soll ich Milch ausstreichen? Aber dadurch rege ich die Produktion ja wieder an? Eine Milchpumpe habe ich nicht.. Ganz lieben Dank für einen Tipp und eine Einschätzung!!!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Julihellgruen, die Brust ist ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. In der ersten Zeit werden Sie wohl um das Ausstreichen nicht ganz drumherumkommen, aber langfristig werden Sie ohne auskommen können. Wie lange es dauert, bis sich das bei einer einzelnen Frau eingependelt hat, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Sie können ein wenig unterstützend eingreifen, indem Sie die Brust anfangs immer dann, wenn sie unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Nach einiger Zeit wird es dann ohne Ausstreichen klappen. Bei manchen Frauen dauert es einfach etwas länger, bis sich ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage eingependelt hat. Bei zu viel Milch kann es hilfreich sein, das Stillen auf immer nur eine Brust pro Stillmahlzeit zu beschränken und die andere Seite dann nur so weit vorsichtig auszustreichen bzw. abzupumpen, bis die unangenehme Spannung nachlässt. Anschließend kann dann auch tagsüber noch gekühlt werden. Dieses vorsichtige und maßvolle Entleeren der Brust mit anschließendem Kühlen kann immer dann durchgeführt werden, wenn die Brust übervoll wird und das Kind nicht trinken kann. Homöopathische und naturheilkundliche Mittel (wie der Pfefferminz oder auch Salbeitee) können unterstützend eingesetzt werden. Allerdings sollte der Einsatz dieser Mittel mit einer entsprechend ausgebildeten Ärztin/Arzt oder Hebamme abgesprochen werden. LLLiebe Grüße Biggi


Julihellgruen

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Liebe Biggi, vielen Dank für die schnelle kompetente Hilfe! Nur eine kurze Nachfrage - idealerweise lasse ich den Kleinen also beide Brüste trinken bei einer Stillmahlzeit, richtig? Nur eine Brust somit nur dann , wenn die andere Brust so voll wäre, dass er gar nicht trinken kann? Danke!!!


Biggi Welter

Biggi Welter

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Liebe Julihellgruen, das kann ich so nicht sagen, Du musst ausprobierren, was bei EUCH am besten funktioniert :-). Lieben Gruß nochmal Biggi


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