Mitglied inaktiv
Hallo liebe Stillberaterinnen, erst mal Hut ab vor Ihrer engagierten Arbeit hier im Forum!!! Nun 3 Fragen: Mein Sohn ist 15 Wochen alt. Er wird voll gestillt. Er bekommt keine Flasche und Schnuller lehnt er ab. 1) Er trinkt normalerweise pro Brust ca. 30 min (!). Dabei trinkt er anfangs sehr schnell, später macht er Pausen und nuckelt/trinkt dann weiter (ich weiß nicht ob er trinkt oder nur nuckelt, denn das Öhrchen wackelt nicht, aber er schluckt ab und zu) Weil mir das oft zu lange dauert, löse ich auch schon mal von Brust und erkläre die Mahlzeit für beendet. Darf ich das? Unterernährt ist er nicht, er kommt alle 3 Std. und wiegt knapp 8 kg. 2) Neuerdings hat er die Angewohnheit, anscheinend wenn er müde ist, immer mit der Hand auf die Brust zu hauen, oder läßt die Brustwarze ständig los, macht einen Spitzmund, sieht mich an und fängt an zu erzählen und zu lachen, dann dockt er für 2/3 Schlucke an und dockt wieder ab. Was kann das bedeuten? 3) Früher ist die Milch doll gesprudelt (hatte oft Milchstau; nehme daher Lecithin) jetzt hab ich fast das Gefühl es reicht so gerade, die Brust ist auch recht weich. Durch das ständige ab- und andocken ist die Brustwarze (vor allem die der Milchstau anfälligen rechten Brust) extrem gereizt, es hat sich auch ein weißes Häutchen gebildet. Diese Verhalten zeigt er aber an beiden Brüsten. Fies ist auch, dass er eigentlich nicht liebt abdockt, sondern dabei zieht. Wie kann ich ihm beibringen, die Brustwarze pfleglicher zu behandeln? Sie schmerzt oft noch lange nach dem Stillen und es sticht in Brust. Vielen Dank im voraus!
Liebe Majana, wenn Ihr Kind sich von der Brust abnehmen lässt und Sie den Eindruck haben, dass es satt ist, dürfen Sie ruhig ein wenig "nachhelfen". Mit 15 Wochen wird die Welt entdeckt! Ihr Sohn beginnt sich mehr für seine Umwelt zu interessieren und ist deshalb beim Stillen leicht ablenkbar. Mit rund vier Monaten können die Katze die vorbeiläuft, eine Bewegung am Fenster, ein Geräusch aus dem Radio und viele andere Dinge so viel wichtiger sein als das Trinken an der Brust. Hier hilft es sich zum Stillen ganz bewusst in eine ruhige, eventuell abgedunkelte Umgebung zurückzuziehen. Weiche Brüste sind KEIN Hinweis auf zu wenig Milch, im Gegenteil, nach den ersten Wochen ist es absolut normal, dass die Brust wieder weich (und oft auch kleiner wird). Das bedeutet nicht, dass die Milch weniger geworden ist, sondern ist ein Hinweis darauf, dass sich die Stillbeziehung eingespielt hat. Ihr Sohn kann lernen, dass er Ihnen beim Stillen nicht weh tut. Sie können beim Abgewöhnen dieser Angewohnheit ähnlich vorgehen, wie bei einem Kind, das beim Stillen beißt. Erklären Sie Ihrem Kind zunächst, dass es damit aufhören soll. Beim nächsten Mal, wenn es die Brustwarze lang zieht, ziehen Sie das Kind an sich heran (dann muss es die Brust los lassen) sagen "nein" und halten seine Hände vielleicht auch fest. Hilft das alleine noch nicht, können Sie Ihrem Sohn in Verbindung mit einer Erklärung, dass Sie das keineswegs lustig finden ein Stück von sich wegrücken oder Sie stehen auf. Mit liebevoller Konsequenz werden Sie Ihrem Sohn diese Angewohnheit abgewöhnen können. Sie schreiben, dass die Brust nach dem Stillen oft schmerzt und sticht. Ist denn ein Soor ausgeschlossen worden? Mögliche Symptome für eine Soorinfektion bei der Mutter sind: o starke Schmerzen der Brustwarzen oder der Brust, die seit der Geburt auftreten, während der gesamten Stillmahlzeit anhalten und durch verbesserte Stillpositionen und Anlegetechniken nicht gelindert werden können, o plötzlich einsetzende Schmerzen der Brustwarzen und/oder Brust nach Ablauf der Neugeborenenperiode, o juckende oder brennende Brustwarzen, die rosa oder rot, glänzend und fleckig aussehen und/oder mit einem Ausschlag aus kleinen Bläschen bedeckt sind, o offene Brustwarzen, o stechende Schmerzen in der Brust während oder nach dem Stillen, o schmerzende Brustwarzen und/oder Brüste bei korrektem Gebrauch einer vollautomatischen elektrischen Milchpumpe, o Infektionen der Scheide mit Hefepilzen (Monilia). Bitte gehen Sie zu Ihrem Arzt und lassen Sie sich von ihm untersuchen. Leider ist es sehr schwer einen Soor der Milchgänge nachzuweisen und nicht alle Ärzte glauben, dass eine derartige Infektion überhaupt möglich ist. Ich werde allerdings in der Praxis immer wieder mit diesem Phänomen konfrontiert und zunehmend wird der Soor der Milchgänge auch in der medizinischen Fachliteratur beschrieben. Die Behandlung muss durch einen Arzt erfolgen, da sie nur mit Medikamenten erfolgversprechend ist. Es kann natürlich auch sein, dass die Brustwarzen "nur" wund sind. LLLiebe Grüße, Biggi
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