Franziska83
Hallo Biggi, unser Sohn ist 2 Wochen alt und ich stille ihn voll. Er schläft tagsüber viel und auch wenn ich ihn versuche zu wecken (nach 3-4 Stunden) um ihn zu füttern, funktioniert das Wecken nicht gut. Wenn er allerdings wach ist, trinkt er gut und ist nach ca. 40 Minuten stillen zufrieden. Nachts wird er dafür regelmäßig alle 2-2 1/2 Stunden wach und will gestillt werden. Das funktioniert am Anfang der Nacht noch gut, gegen 3-4 Uhr jedoch überhaupt nicht mehr. Er trinkt/nuckelt, wird offenbar wütend und wirft seinen Kopf hin und her und schreit. Ich hab die Befürchtung, dass er um diese Zeit nicht mehr genug Milch bekommt. Er schreit dann viel und ich kann ihn nicht beruhigen. Das geht ca. 2 Stunden so. Komisch ist allerdings, dass er trotzdem Milch ausspuckt. Also hat er offenbar Milch trinken können. Spucken tut er sonst tagsüber oder zu Beginn der Nacht nicht. Heute habe ich ihm dann um 5 Uhr (also nach 2 Stunden schreien/stillen) eine Milchflasche gemacht. Er hat sie getrunken und war zufrieden und hat nicht mehr geschrien. Lange kann ich das nicht mehr leisten, insbesondere weil unsere 20 Monate alte Tochter nebenan schläft und auch oftmals von dem langen Schreien geweckt wird. Was kann der Grund sein, dass er um diese Uhrzeit so unzufrieden mit dem Stillen ist und schreit und nicht mehr schläft? Kann es wirklich sein, dass ich einfach nicht mehr genug Milch habe um diese Zeit? Meine Brust ist dann tatsächlich sehr weich. Vielen Dank und viele Grüße
Liebe Franziska83, es kann sein, dass Dein Baby durch die Flasche irritiert ist und deshalb an der Brust weint. Eine Saugverwirrung entsteht, wenn ein Kind mit dem Wechsel zwischen den Trinktechniken an Brust und künstlichem Sauger (dazu gehören Flaschensauger, Schnuller und Stillhütchen) nicht zurecht kommt und dann die Brust schlussendlich sogar verweigern kann. Das ist ein ernsthaftes Stillproblem, das schon viele Sorgen und Tränen bei Müttern und Kindern verursacht hat. Doch eine Saugverwirrung kann überwunden werden. Dabei ist es die erste Maßnahme, dass sämtliche künstlichen Sauger weggelassen werden. In leichteren Fällen kann dies schon ausreichen. Es kann gut sein, dass es Dein Baby nicht schafft, den Milchspendereflex in der Nacht mehrmals auszulösen und Du deshalb meinst, dass nicht ausreichend Milch kommt. Die Vorstellung, dass die Brust (ähnlich wie eine Flasche) nach dem Stillen leer ist und erst wieder aufgefüllt werden muss, ist so jedoch nicht richtig. Zwar wird zwischen den Stillmahlzeiten Milch produziert, der Hauptanteil der Milch wird jedoch erst während des Stillens gebildet. Das Saugen des Kindes gibt das entsprechende Signal zur Milchbildung, der Milchspendereflex wird dann ausgelöst. Deshalb ist es auch falsch zwischen den Stillmahlzeiten eine längere Pause einzulegen, damit sich die Milch in der Brust sammelt, sondern es muss häufiger angelegt werden, um die Milchmenge zu steigern. Je mehr Du nun also zufütterst, um so weniger Bedarf wird gemeldet und die Milchmenge geht weiter zurück. Ich weiß, dass die Zeit jetzt sehr stressig ist, aber im Moment wäre es wirklich wichtig, dass die Saugtechnik Deines Kindes einmal überprüft wird. Du solltest Dich an eine Kollegin vor Ort wenden, die Euch beim Stillen beobachten kann und sieht, ob evtl. ein Saugproblem vorliegt. Viele Beraterinnen böten im Moment Videoberatung an. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß Biggi
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