Sabbele79
Hallo, ich habe mal eine Frage zum Stillen. Meine Kleine ist jetzt in der 13. Woche und seit einigen Tagen habe ich das Problem, dass Sie tagsüber nicht ordentlich trinkt, sondern immer nach ein paar Zügen absetzt, protestiert (schreit, weint) sich umschaut und man sie nicht zum Weitertrinken bringen kann. Nachts trinkt sie dafür wie ein Weltmeister meist über eine dreiviertel Stunde. Tagsüber keine 5 Minuten, es sei denn sie ist im Halbschlaf. Was kann ich tun, um Sie zum Trinken zu bringen? Und was sind die Ursachen ihres Verhaltens? (Ich habe mal von einer Brustschimpfphase gelesen- gibt es das?!) Eine Saugverwirrung kann ich ausschließen, da sie weder den Schnuller noch die Flasche nimmt. Danke für ihre Antwort. Mit lieben Grüssen Sabine
Liebe Sabbele79, eine "Brustschreiphase" als solche gibt es nicht, auch wenn es viele Kinder gibt, die mal solches Verhalten zeigen. Meist gibt es schon irgendeinen Auslöser für das unruhige Verhalten der Kleinen, doch er ist nicht immer leicht zu identifizieren. Vielleicht stehst du selbst gerade mehr unter Strom, hast Sorgen oder "Stress"? Unsere Kleinen haben sehr sensible Antennen für unsere Stimmungen und reagieren auch ganz empfindlich darauf. Ansonsten ist es meist tatsächlich so, dass es nach einem "Zeitraum X" wieder besser wird, und solange dein Kind ausreichend zunimmt, besteht kein Anlass zur Sorge. Könnte es denn sein, dass dein Baby Schmerzen hat? Manchmal streikt ein Baby, wenn es Ohrenschmerzen hat, allerdings würde es dann auch in de Nacht nicht einwandfrei klappen…. Am besten besprichst Du mit einer Stillberaterin in deiner Nähe, wie Du vorgehen kannst. Bis Du eine Kollegin erreichen kannst, hier einige allgemeine Tipps: Du kannst versuchen dein Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Du kannst ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, dränge aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: im Umhergehen stillen, in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, im Halbdunkeln stillen, im Halbschlaf stillen, das Baby mit der Brust spielen lassen, unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, alle künstlichen Sauger vermeiden, das Baby massieren, viel Körperkontakt (Haut auf Haut), und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um deine Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass die Brust übervoll wird, sollte die Milch ausgestrichen oder abgepumpt werden. Die so gewonnene Milch kann dem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode angeboten werden, z.B. mit einem Becher (wenn Du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst Du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt!). LLLiebe Grüße Biggi Welter
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