Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Allergiker abstillen

Frage: Allergiker abstillen

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Liebe Biggi, Mein Sohn ist 2 Jahre alt. Seit c.a. einem Jahr ist seine Haut gesund und zeigt keine Ekzemen. Unsere Kinderarzt spricht jetzt nicht ueber Neurodermitis, sondern uber trockene Haut. Er kann nicht und will nicht Milchprodukte essen. Ich stille ihm noch(taeglich abends und nachts). Das funktioniert prima und wir sind gluecklich. I will aber wider schwanger sein und daswegen abstillen. Was soll ich ihm statt Muttermilch geben um Calcium zu bedecken. Er hat nie aus dem Flasche getrunken, nie im Leben ein kuenstliches Milch genommen. Er isst alles vom Familientisch ausser Milchprodukte. Die ausnahme ist Butter. Er ist ein schlankes aktives Kind ,entwickelt sich sehr gut. Ich bitte Dich um Rat, Liebe Gruesse, Katti


Biggi Welter

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? Liebe Katti, es ist ein Ammenmärchen, dass der Mensch nach dem Abstillen Milch anderer Säugelebewesen brauche, um seinen Kalziumbedarf zu decken. Es ist ohne Probleme möglich, dass sich ein Mensch nach dem Abstillen milchfrei ernährt, wie dies auch heute noch in vielen Kulturen gemacht wird, ohne dass die Menschen dort an durch die fehlende Milch bedingten Mangelerscheinungen leiden würden. Im Gegenteil: Nicht selten sind sie gesünder als wir in den stark Milch konsumierenden Teilen der Welt. Es gibt eine ganze Menge an kalziumreichen Nahrungsmitteln, mit denen sich der Kalziumbedarf decken lässt und nicht nur Milch ist ein Kalziumlieferant. Eine Tasse (227 g) gekochter Chinakohl ist eine alternative Möglichkeit zur Kalziumversorgung und bietet 86 % des Kalziumgehaltes einer Tasse (240 ml) Milch. Eine halbe Tasse (113 g)Sesamkörner die zu Backwaren und Pfannkuchenteig hinzugefügt oder über Salat oder Getreide gestreut werden können enthält doppelt so viel Kalzium wie eine Tasse (240 ml) Milch. Weitere Kalziumlieferanten sind Melasse, mit Kalzium angereicherter Tofu, Spinat, Broccoli, Zwiebelkraut, Winterkohl, Leber, Mandeln und Paranüsse sowie Dosensardinen und Lachs (die allerdings beide mitsamt der weichen Gräten gegessen werden und deshalb weniger für kleine Kinder geeignet sind). Kalziumreiches Mineralwasser kann ebenfalls zur Deckung des Bedarfs beitragen. Lass dich doch einmal von einer Ernährungsberaterin über eine milchfreie Ernährung aufklären. Die ist wirklich möglich. LLLiebe Grüße Biggi


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