Pandabärli
Liebe Biggi, ich brauche bitte dringend Hilfe beim Abstillen . Meine Tochter wird im Februar 2,5 Jahre und das Stillen ist so ein Kampf geworden. Sie würde am liebsten rund um die Uhr nuckeln, wenn sie es nicht bekommt, wird echt laut und ewig gebrüllt und einfach nicht aufgehört. Der große Bruder schläft mit mit uns zwei im bett. Momentan ist es zwei Uhr nachts, ich sitze zum 5 Mal Stillend im Bett und sie hört einfach nicht auf. Und das geht stündlich so weiter. Ich bekomme jede Nacht so wenig Schlaf, muss arbeiten, bin einfach schon so erledigt. Sie akzeptiert kein kürzer stillen, wenn das Licht wieder angeht usw. Was soll ich tun? Auch tagsüber lässt sie sich fast nicht ablenken und anders beschäftigen. Ich bin verzweifelt und kann nicht mehr. Ich wünsche dir ein schönen neues Jahr. Liebe Grüße
Liebe Pandabärli, deine Beschreibung hört sich nach einem gewaltigen Machtkampf an, der deinem Kind nicht guttut. Es ist dein gutes Recht, jetzt weniger oder gar nicht mehr zu stillen und auch wenn es deiner Kleinen nicht gefällt, musst du klar und konsequent bleiben. Ich habe das Gefühl, dass du dich deiner Tochter unterlegen fühlst und nachgibst, weil sie die Regeln vorgibt. Genau das ist jedoch falsch. DU bist diejenige, die bestimmt wo's lang geht, dein Kind ist dazu noch viel zu klein. Und: sie BRAUCHT es, dass DU die Zügel in die Hand nimmst. Also ist es deine Aufgabe zu definieren, wie ihr jetzt die stressigen Situationen beenden werdet. Deine Kleine wird sich vehement wehren, sie wird toben, wüten und traurig sein, aber sie kann lernen, dass Du die Regeln aufstellst und jetzt nicht mehr stillen dauernd willst und wirst. Wenn Du jedoch nicht davon überzeugt bist und zweifelst, dann wird dein Kind das auch spüren. Treffe eine Entscheidung und stehe dazu, egal wie sie ausfällt! Deine Tochter wird keinen Schaden erleiden, keine Bange. Wichtig ist allerdings, dass du ruhig bleibst und dich von ihr nicht anstecken lässt. Wichtig ist, dass dir klar ist, dass einige stressige Nächte und Tage bevorstehen, aber die müssen sein, denn bisher hat dein Kind gelernt, dass es nur lange genug fordern muss, bis sein Wunsch doch erfüllt wird. Begleite dein Kind, sei liebevoll und entziehe ihm die Brust, aber nicht deine Liebe und bleibe konsequent. Wenn deine Kleine merkt, dass du genau das meinst, was du sagst, dann wird sie die neue Situation auch akzeptieren. Und denk daran: DU bist euer Chef, DU bist diejenige, die die Richtung vorgeben muss. Das gilt nicht nur fürs Schlafen, doch diese Übung wird dir für andere Bereiche eures gemeinsamen Lebens gute Dienste erweisen. Lieben Gruß, und glaub mir: Du schaffst das, wenn du es wirklich willst!! Biggi
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