Lisa284
Sehr geehrte Frau Welter, meine Tochter ist 4,5 Monate alt und wird vollgestillt. Nach einer Saugverwirrung klappt das Stillen sehr gut. Einen Schnuller nimmt sie (leider) nicht. Nun zu meinem Problem und meinen Fragen: Aus gesundheitlichen Gründen muss ich leider relativ kurz nach Beikoststart abstillen. Mir fällt es sehr schwer, da ich gern stille und gerne selbst entscheiden würde, wann für meine Tochter und mich ein guter Zeitpunkt zum Abstillen wäre. Nun ist es leider nicht zu ändern und ich mache mir Gedanken, wie ich meiner Tochter das Abstillen erleichtern kann. Da sie keinen Schnuller nimmt, nutzt die das Stillen oft zum nuckeln und einschlafen. Sollte ich jetzt schon beginnen ihr das abzugewöhnen? Sollte ich auch jetzt schon immer mal probieren ihr Muttermilch in der Flasche anzubieten, damit sie sich daran gewöhnt oder kann ich damit noch abwarten? Da das Abstillen für mich ein gesundheitliches Risiko darstellt und ich bis zum Medikamentenbeginn möchte, dass mein Körper "denkt", er würde noch voll stillen, würde ich gerne beim Beikoststart, die ausgelassenen Mahlzeiten abpumpen. Ist dies so möglich? Oder sehen Sie das Risiko, dass trotz Milchpumpe der Körper anfängt weniger Milch zu produzieren? Vielen Dank für Ihre Antwort!
Liebe Lisa284, ich würde mir zunächst unbedingt eine zweite Arztmeinung einholen und schauen, ob es nicht doch eine stillverträgliche Alternative gibt. Leider wird Medikamentenrisiko häufig überbewertet. Tatsächlich kommt es selten zu Symptomen einer gesundheitsschädigenden Wirkung von Medikamenten über die Muttermilch. Die Risikoinformationen in Beipackzetteln und Einschätzungen in Arzneibüchern sind irreführend und geben keine Hilfestellung bei der Wahl einer adäquaten Therapie. Für die meisten Erkrankungen stehen Medikamente zur Verfügung, die mit dem Stillen zu vereinbaren sind. Nicht jedem Arzt ist bewusst, dass im Beipackzettel oder in der "Roten Liste" in der Regel steht, dass ein Medikament in der Stillzeit nicht gegeben werden darf, obwohl es doch möglich ist. Darum kann und sollte sich dein behandelnder Arzt bei der Embryotox in Berlin gezielt beraten lassen!! Es ist dein gutes Recht, das auch von ihm abzufordern... Das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") berät Ärzte und andere Fachleute bei Fragen zur Vereinbarkeit von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft). Es ist unter der Telefonnr. 030 450-525700 erreichbar, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Wenn Du das nicht möchtest, würde ich einfach abwarten und die verbleibende Zeit genießen, denn es kann passieren, dass Dein Baby sich schnell zur Flasche hin abstillt, wenn sie diese bekommt. Beim Beikostbeginn kannst Du dann abpumpen, allerdings saugt keine Pumpe der Welt so gut wie ein Baby und die Milchmenge kann zurück gehen. Du könntest dann öfters abpumpen, wenn Du das magst. Wenn Du magst, schreibe mir gerne noch einmal, ich hoffe, Du fühlst Dich nicht bedrängt von meiner Antwort.....ich war damals genau in der gleichen Situation und habe Hilfe von der LLL bekommen, ich habe dadurch eine lange und glückliche Stillbeziehung genießen dürfen. Herzlichen Gruß Biggi
Ähnliche Fragen
Hallo, mein Sohn ist jetzt genau 18 Monate und wir wollten mehrfach abstillen was nicht geklappt hat. Ohne mich in der Nähe kommt er problemlos ohne Milch aus aber mit mir wollte er immer an die Brust. Nun hatte ich in der vergangenen Woche eine schwere Corona Erkrankung und bekomme seit Donnerstag ein Antibiotikum bei der für die Stillzeit hinter ...
Hallo, mein Kind wird in paar Tagen 2 Jahre alt. Ich stille immer nach Bedarf - auch nachts. Mal 1 mal nachts, mal aber auch 4 mal. Jetzt meinte die Zahnärztin ich soll schnell wie möglich nachts nicht mehr stillen. Das wäre fatal für die Zähne zwecks Karies. Habe natürlich Angst! Wie fange ich an nachts nicht mehr zu stillen. Ein ...
Hallo, ich habe nun 3 Monate voll gestillt und würde nun gerne abstillen und auf Pre umstellen. Wie gehe ich hier am Besten vor ohne einen Milchstau zu bekommen? Ist abpumpen sinnvoll? Salbeitee trinken? Würde gerne innerhalb einer Woche abstillen. vielen Dank. lg
Liebe Frau Welter, ich habe eine Frage zum Thema (Ab)Stillen: mein Sohn ist 9 Monate alt. Bis 6 Monate wurde er voll gestillt, er hat zu keiner Zeit Schnuller oder Flasche akzeptiert. Wir haben alle möglichen Sauger, Flaschen, Pulvermilch, abgepumpte Milch ausprobiert, egal ob müde, wach hungrig, Papa oder Mama, er wollte es einfach nicht. Haben wi ...
Liebe Biggi, ich bin aktuell in der 8. SSW und muss auf dringenden Rat meiner Gynäkologin abstillen, da es sich um eine Risikoschwangerschaft handelt. Diese Entscheidung tut mir unglaublich weh, auch wenn ich weiß, dass sie medizinisch notwendig ist. Mein Kind ist 20 Monate alt und stillt tagsüber nur noch zum Einschlafen, abends ebenfalls zum E ...
Guten Tag, ich möchte gerne zum Thema Abstillen und Milchstaus beraten werden. Mein Kind ist jetzt 8 Monate geht und soll ab Mai in die Krippe gehen. Bis dahin würde ich gerne sukzessive abgestillt haben, da ich ab Juni auch wieder arbeiten will und nicht weiter stillen möchte. Nun ist es so, dass er bereits 3x täglich Beikost bekommt und es auc ...
Kind 20 Monate stillt noch 3 Mal: Morgens 5-6Uhr Mittags 11Uhr oder 14uhr [wenn ich Sie hinlegen um 11Uhr - wenn Sie in der Kita ist nach dem abholen 14Uhr] Abends 18:30-19Uhr Sie isst sehr schlecht. Es gibt kein essen, bei dem man sagen kann,dass isst Sie bestimmt/sicher. Gemüse isst Sie nur wenig und auch Obst geht nicht immer. ...
Liebe Biggi, ich muss so langsam abstillen, da bei mir eine chronische Borreliose festgestellt wurde und wenn ich meine eigene Gesundheit angehen möchte, muss ich gewisse Dinge einnehmen, die nicht an Stillenden erprobt sind bzw. teilweise stillunverträglich sind. Meine Tochter ist jetzt 16 Monate alt und das Einschlafen untertags ist ziemlich her ...
Liebe Biggi, ich habe soeben viele deiner Antworten auf gestellte Fragen zum Thema Abstillen gelesen und war berührt von deiner Empathie und deinem Verständnis für jede einzelne Situation der Mütter die verzweifelt, verunsichert und einfach nicht weiter wissen - so wie ich. Hier unsere Situation. Unser Sohn ist jetzt 19 Monate alt und wird fast ...
Hallo. Ich würde gerne "abstillen", habe seit Mitte Mai für unseren Sohn abgepumpt. Durch Brustentzündung im Dezember und Milchstaus etc. bin ich mittlerweile soweit, dass ich schon mitten im Abstillprozess bin, jetzt aber gerade nicht weiß wie ich es "beende". Ich pumpe nur noch morgens und abends 10 Minuten und es kommt auch nicht mehr viel raus ...