Mina Ida
Hallo liebe Stillexpertin, Nach 3 Kindern dachte ich, dass ich auch etwas Expertin bin und trotzdem hoffe ich auf einen guten Rat von dir. Mein Sohn ist 15 Monate alt. Das erste halbe Jahr hatte ich ständig Milchstaus und Brüstentzündungen. (immer nur in einer Brust) Alles ausprobiert, nichts genutzt, sie kamen einfach alle 1-3 Wochen wieder. Dann war plötzlich gut und ich konnte das stillen genießen und wurde nur noch gelegentlich mit einem Stau geplagt. Nun bin ich dabei langsam abzustillen, behutsam für Kind und Brust. Von nächtlichem Dauerstillen habe ich es auf 3x in 24 h geschafft und bin stolz darauf, wie mein Kind und ich es ohne viel Tränen gemeistert habe. Jetzt zum momentanen Problem. Meine Problembrust macht wieder Schwierigkeiten. Zu Beginn wieder dirket eine heftige Mastitis und jetzt habe ich ständig ein Milchbläschen oder einen Stau in meiner Problembrust. Trotz 4 tassen Salbeitee am Tag und kühlen. Die Stillabstände zwischen 10 und 15 Stunden scheint für die eine Brust ein Problem zu sein. Der anderen macht es nichts aus. Ich wollte jetzt noch mit 3 mal stillen weiter machen, in ein paar Wochen dann auf 2x täglich, 1x täglich und dann gar nicht mehr stillen umstellen. Jetzt frage ich mich, ob es besser wäre dirket komplett abzustillen um nicht ständig Brustschmerzen zu haben? Was ratest du mir? Durchhalten und hoffen dass sich die Problembrust dran gewöhnt oder aufhören und dann evtl. Zu Beginn noch etwas abpumpen oder mit Tabletten nach helfen? Vielen Dank schon einmal im voraus. Liebe Grüße Mina Ida
Liebe Mina Ida, ich würde nicht schnell abstillen, das macht meist noch mehr Probleme. Ich denke eher, dass Du einen verstopften MIlchgang hast, der immer wieder gelöst werden muss. Entweder es kommt zu einem Milchstau weil sich ein Pfropf in der Öffnung eines Milchgangs bildet. Wenn der Pfropf aus der Brustwarze herauskommt, sieht er wie Kristall oder ein Sandkorn aus, manchmal auch wie ein dünnes Spaghetti. Abhilfe im akuten Fall schaffen sanfte Massage und die Anwendung von feuchter Wärme und anschließende Entleerung der Brust durch das Baby oder eventuell Abpumpen oder Handausstreichen. Es kann helfen, diese immer wiederkehrenden „Verstopfungen" zu vermeiden, wenn alle Fette, die die stillende Frau zu sich nimmt durch hochungesättigte Fette ersetzt werden und zusätzlich pro Tag ein Esslöffel Lecithin eingenommen wird. Auch die Einnahme von Vitamin C kann sich positiv auswirken. Außerdem sollten Sie auf eine absolut korrekte Anlegetechnik achten und direkt bei den allerersten Anzeichen für einen Milchstau mit der Behandlung (feuchte Wärme vor dem Stillen, unterstützende Massage, RUHE usw.) beginnen. Die andere Möglichkeit ist ein sogenanntes „weißes Häutchen" oder „weißes Bläschen". Ein weißes oder klares Bläschen auf der Brustwarze kann durch einen verstopften Milchgang oder durch Haut, die einen Milchgang verschließt, verursacht werden. Weiße oder klare Bläschen auf der Brustwarze (auch Milchbläschen genannt), können durch einen Pfropfen entstehen, wenn zum Beispiel ein Körnchen oder eingedickte Milch den Milchfluss in der Nähe der Brustwarzenöffnung blockiert oder eine dünne Hautschicht die Öffnung eines Milchgangs von außen versperrt. Ob das weiße oder klare Bläschen durch einen Pfropfen im Milchgang oder durch ein die Öffnung blockierendes Häutchen verursacht wird, die Behandlung ist die gleiche. Sie sollten warme Kompressen auflegen, um das Bläschen zu erweichen und dann sofort das Baby an die Brust anlegen oder ausstreichen und pumpen. Die Hitze führt dazu, dass sich der Milchgang leicht ausdehnt, so dass er für den Pfropfen durchgängig werden kann. Liegt die Ursache des Problems in einem Häutchen über dem Milchgang, wird dieses sich durch die Hitze ausdehnen und dünner werden. Sobald Wärme angewendet wurde, wird der Milchspendereflex zusammen mit der Saugtätigkeit des Babys oder der Pumpe in den meisten Fällen ausreichen, um das Bläschen zu öffnen. Danach können die für wunde Brustwarzen empfohlenen Maßnahmen dabei helfen, die Heilung zu beschleunigen. Wenn die oben beschriebene Behandlung keine schnelle Erleichterung bringt, reicht meist eine einmalige Öffnung des Bläschens mit einer Kanüle (bitte mit dem Arzt besprechen). Wichtig ist, dass beim Auftreten dieses Problems möglichst bald reagiert wird, um einen Milchstau und ev. daraus resultierende Probleme zu vermeiden. Zusätzlich sollte auf eine möglichst korrekte Stillhaltung und richtiges Anlegen geachtet werden. Wenn die Brust jetzt schmerzt, sollte auf alle Fälle ein Arzt nachsehen! Die Theorien über die Entstehung solcher Bläschen sind nicht ganz einheitlich, doch es könnte sein, dass der epidermale Wachstumsfaktor eine Rolle spielt. Es gibt einen ziemlich deutlichen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von solchen Bläschen und Stress und deshalb ist es ganz wichtig, dass Du versuchst, Stress und Belastungen so weit wie irgend möglich zu reduzieren. Schau ob Du jemanden findest, der Dir etwas abnimmt, nimm wirklich jede Hilfe an. Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen. Liebe Grüße Biggi
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