MäusleMami
Guten Tag liebe Expertinnen! Meine Tochter ist 15 Monate alt. Bis zur Einführung der Beikost, mit etwa 7 Monaten, habe ich sie voll gestillt. Danach wurde es Beikostbedingt immer weniger. Tagsüber stille ich sie seit einigen Monaten gar nicht mehr. Seit einigen Monaten ist es so, dass sie abends gegen 18 Uhr ihren Abendbrei bekommt . Dann folgt das zu Bett geh Ritual , zu dem auch gegen 19 Uhr noch eine Stilleinheit auf dem Sofa gehört. Es folgen dann Nächte die für uns alle sehr anstrengend sind. Die Kleine schläft mit bei uns im Bett und wird im Moment noch nachts zwei bis fünf Mal gestillt. Meine Tochter wacht nachts auf und brüllt sofort wie am Spieß. Bisher ist die Brust das einzigste was sie beruhigt. Ich habe inzwischen aber starke Schmerzen wenn sie nachts stillt. Die nächtliche Unruhe seit Monaten raubt mir jegliche Energie und wir sind als Familie an einem Punkt wo wir nicht mehr weiter können. Daher möchte ich das Stillen einstellen. Ich habe aber gar keine Vorstellung wie ich das angehen kann. Können Sie mich hierbei beraten und unterstützen? Mit ganz lieben Grüßen
Liebe MäusleMami, ich hoffe, Du bist nicht allzu enttäuscht, wenn ich Dir sage, dass Dein Baby nicht automatisch besser schlafen wird, wenn Du abstillst. Viele Mütter sind völlig entsetzt, wenn sie merken, dass die Nächte nach dem Abstillen noch stressiger werden, weil sie aufstehen müssen und das Kind nicht einfach mehr mit der Brust beruhigen können. Wenn Du abstillen möchtest, dann sprich mit deinem Kind darüber, dass eure Stillzeit nun langsam zu Ende geht und zeige ihm, dass Du es selbstverständlich noch genau so lieb hast wie schon immer. Du entziehst ihm die Brust aber nicht dich selbst und deine Liebe. Dazu kannst Du die Stillzeiten immer weiter verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen oder zu trinken anbieten. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, Euer Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Probiere es einmal mit immer kürzerem Stillen und viel Kuscheln. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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