Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Huhu zusammen, ich möchte innerhalb der nächsten 2-3 Monate gerne abgestillt haben. Mein Sohn bekommt Mittagsbrei und Abendbrei und sonst stille ich ihn nur (morgens, nachmittags, zum Einschlafen und nachts) Man soll ja ganz sanft nach und nach die Mahlzeiten durch Flasche oder Brei ersetzen. Wie ist das denn dann mit der Milch in der Brust? Wird die automatisch weniger? Also angenommen ich würde jetzt die Nachmittagsmahlzeit durch GOB oder so ersetzen, dann stille ich ja nur noch morgens, abends und nachts...kann die Milch denn den ganzen Tag in der Brust bleiben? Weil wenn ich sie abpumpen würde, dann rege ich ja die Produktion wieder an. Oder wie ist das? LG Mollie


Biggi Welter

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Liebe Mollie, die Brust ist ein eher träges Organ, das sich nur langsam auf Veränderungen einstellen mag, aber es ist tatsächlich möglich, dass sie sich auf unterschiedlich lange Stillintervalle einstellt. In der ersten Zeit werden Sie wohl um das Ausstreichen zu den gewohnten Zeiten nicht ganz drumherumkommen, aber langfristig werden Sie ohne auskommen können. Wie lange es dauert, bis sich das bei einer einzelnen Frau eingependelt hat, ist jedoch von Frau zu Frau unterschiedlich. Sie können ein wenig unterstützend eingreifen, indem Sie die Brust immer dann, wenn sie unangenehm voll wird, gerade so weit ausstreichen, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Aber nicht mehr Milch entleeren als unbedingt notwendig, da sonst die Milchbildung weiter angeregt wird. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. So können Sie auch die anderen Stillmahlzeiten langsam ersetzen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Sie keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) haben, besteht jetzt kein Handlungsbedarf mehr. Ihre Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht "schlecht"). Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße, Biggi


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