Mitglied inaktiv
Meine Tochter (fast 4 Monate) verweigert seit heute komplett die Brust. Ich habe mir wirklich sehr viel Zeit genommen und ganz in Ruhe diverse Stillpositionen ausprobiert. Leider ging das nur für wenige Züge gut. Ein paar Worte noch zur Vorgeschichte:Aufgrund einer bakteriellen Brustentzündung musste ich ihr nach dem Stillen zusätzlich noch die Flasche geben. Leider hat sich die Milchmenge nicht mehr ausreichend erhöht. Sie hat bislang immer sehr gut getrunken. Und seit etwas über eine Woche reduziert sich die Trinkmenge an meiner Brust immer mehr. Wie kann ich sie jetzt am schonendsten und schnellsten gänzlich Abstillen? Ich habe heute erst einmal Salbeitee getrunken und ganz wenig Milch abgepumpt, so dass der Druck in der Brust weg ist. Nicole
? Liebe Nicole, das klingt nach einer ziemlich ausgeprägten Saugverwirrung. Es gibt zwar keine Garantie, dass sich die nochmals beheben lassen wird, aber falls Sie es doch versuchen wollen, kann ich Ihnen nur dringend den direkten Kontakt zu einer Stillberaterin vor Ort empfehlen. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben. Wenn Sie jetzt endgültig abstillen wollen, dann ist es sinnvoll, dass Sie die Brust immer dann, wenn sie spannt und unangenehm prall wird, gerade so weit vorsichtig entleeren (abpumpen oder ausstreichen), dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Aber wirklich nur gerade so viel Milch entleeren, wie unbedingt notwendig! Anschließend kühlen (20 Minuten). Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche (dazu hgehört der Salbei) und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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