Mitglied inaktiv
ich möchte gerne abstillen, aber sanft für mich und mein baby. für mich ist stillen eine belastung da ich nicht in der öffentlichkeit stillen möchte und unser sohn alle 21/2 bis 3 stunden hunger hat. kann ich auch nur morgends uns nachts stillen und den rest des tages ihm die flasche geben? oder ist es besser ganz abzustillen und wie geht das? mein baby ist jetzt 14 tage alt. vielen dank für deine hilfe.
? Liebe Kiki, dein Baby ist ja noch ganz neu und die Stillbeziehung hatte noch gar keine Zeit sich einzuspielen, so dass es verständlich ist, dass dir das Stillen als Belastung vorkommt, aber wenn Du ein wenig Geduld aufbringst und vielleicht auch noch direkte Unterstützung vor Ort erhältst, stehen die Chancen gut, dass bald merken wirst, wie viel einfacher das Stillen ist, als das Flasche geben, wie viel weniger Belastung es ist, ja sogar wie befreiend. Denn Du wirst sehen, dass Stillen in der Öffentlichkeit gar nicht „öffentlich“ sein muss, wenn frau weiß wie und geschickt angezogen ist. Deshalb möchte ich dir unbedingt ein ausführliches und persönliches Gespräch mit einer Kollegin vor Ort ans Herz legen, ehe Du tatsächlich abstillst. Theoretisch ist es möglich Stillen und Flasche zu kombinieren, doch in der Praxis läuft das sehr häufig schnell auf das komplette Abstillen hinaus, da sich viele Kinder zur Flasche hin orientieren und die Brust ablehnen. Beim Abstillen gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche bzw. Beikost anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Beikost oder Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Beikost bzw. Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung oder Beikost beginnen, empfehlenswert ist allerdings ein längerer Abstand von etwa vier Wochen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du langsam genug vorgehst, muss es nicht zu Stauungen kommen und es ist auch keine Milchpumpe notwendig, um abzustillen. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht im Normalfall weder mechanische noch medikamentöse Unterstützung. Stauungen sind ein Anzeichen dafür, dass zu schnell abgestillt wird. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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