Mitglied inaktiv
Hallo, mein Kleiner wird Anfang März 6 Monate. Bis dahin stille ich noch voll, zumindest gehe ich davon aus. Aber Ab März möchte ich dann auch gleich mit dem Abstillen beginnen. Nun weiß ich nicht, was für das Baby am günstigsten ist und so richtig konnte ich das bei den ganzen Plänen, welche von den Nahrungsmittelherstellern erstellt wurden, nicht herausfinden. Am liebsten wäre mir, wenn ich abends nicht mehr stillen bräuchte, da es einige Verpflichtungen gibt, denen ich nun regelmäßig nachkommen muss. Momentan ist es so, dass ich abens bis zu 2 Stunden stille (dafür schläft er aber auch durch) Vielleicht gibt es einen Tip, der eine einfache Handhabe ermöglicht. Vielen Dank.
? Liebe Bigdiva, zunächst einmal müssen Sie sich die Frage beantworten, wie schnell Sie abstillen wollen und ob Sie Muttermilch durch künstliche Säuglingsnahrung ersetzen wollen oder schlicht zunehmend Beikost einführen, bis das Kind schließlich voll am Familientisch mitisst und keine künstliche Säuglingsnahrung als Ersatz für die Muttermilch mehr notwendig wird. Beim (vollständigen) Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche bzw. bei einem Kind über sechs Monaten Beikost anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Im Abstand von etwa einer Woche (oder länger) können Sie dann die nächste Mahlzeit angehen. Falls die Brust zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, hängt von ihrem persönlichen Tagesablauf ab. Es wird lediglich empfohlen neue Nahrungsmittel NICHT am Abend einzuführen, da dann eventuelle Unverträglichkeitsreaktionen in die Nacht fallen können und nach Möglichkeit sollten nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Mahlzeiten direkt nacheinander ersetzt werden. In Heft 1/2003 des `buLLLetin - die andere Elternzeitschrift für den Still- und ErziehungsalltagA jetzt `WirbelwindA mit dem Titel `Tischlein deck dichA wird das Thema Beikost ebenfalls ausführlich behandelt werden. Sicher wäre dieses Heft auch etwas für Sie. Der "Wirbelwind" kann sowohl im Abonnement als auch als Einzelheft (Wirbelwind Versand, Simone Kamer, Neumattstraße 20, CH3053 Münchenbuchsee oder auch beim Stillshop auf dieser Seite) bezogen werden. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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