Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, wil mich noch für deinen guten Rat bedanken als es ums "beide Seiten trinken" ging.Laß die kleine jetzt einfach wie sie mag trinken und alles ist viel entspannter. Jetzt eine neue Frage, ich gehe ab 1. Juni wieder arbeiten und will bis dahin abgestillt haben, da ich in meinem Job Schichtdienst habe und oft viel Streß, so daß ich mir nicht vorstellen kann, weiter zu stillen. Meine Tochter ist jetzt 3 Monate alt, was meinst du, wenn ich den Rat meines Kinderartzes befolge und volle 6 Monate stille, dann wirds bissle knapp, oder ? Würde gerne mit 5 Monaten schon mit Beikost anfangen.Wie kann ich die Milchfertignahrung einführen? Wie lange braucht mann zum abstillen? Vielen Dank schonmal im vorraus, Gruß Nadine
? Liebe Nadine, weißt Du, das Problem ist, dass dein Baby und auch sein Verdauungssystem sich nicht schneller entwickeln, weil Du anfängst zu arbeiten. Für dein Kind ist es deshalb wirklich das Beste, wenn du dem Rat deines Arztes folgst und sechs Monate ausschließlich stillst und dann mit Beikost und dem Abstillen beginnst. In wie weit Du dann auch noch das Stillen durch künstliche Säuglingsnahrung ersetzt, ist eine andere Sache. „Nur“ die Tatsache, dass Du wieder anfängst zu arbeiten, bedeutet nicht, dass abgestillt werden muss. Unzählige Frauen, auch Frauen, die im Schichtdienst arbeiten, kombinieren Stillen und ihre Berufstätigkeit. Das muss keineswegs stressiger sein, als abzustillen. Im Gegenteil: Es gibt viele berufstätige Frauen, die das Stillen um so mehr genießen. Vielleicht sprichst Du einmal ausführlich mit einer Stillberaterin über dieses Thema. Beim Abstillen gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche bzw. Beikost anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Beikost oder Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Beikost bzw. Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung oder Beikost beginnen, empfehlenswert ist allerdings ein längerer Abstand von etwa vier Wochen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du langsam genug vorgehst, muss es nicht zu Stauungen kommen und es ist auch keine Milchpumpe notwendig, um abzustillen. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht im Normalfall weder mechanische noch medikamentöse Unterstützung. Stauungen sind ein Anzeichen dafür, dass zu schnell abgestillt wird. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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