Mitglied inaktiv
Liebe Biggy, mein Sohn ist jetzt 11 Monate alt. Er wird nur noch nachts, ganz selten (als trostpflaster...) am Tag gestillt. Nachts aber wacht er fast stündlich auf und will dann immer an die Brust. es hilft nichts anderes, kein singen, wiegen, rumtragen - er schreit dann wie am Spieß. So hängt er mir manchmal quasi die ganze nacht an der Brust, was ich total anstrengend und schlauchend finde. Jetzt überlege ich, abzustillen, um dem irgendwie zu entkommen. Denn wie soll ich ihm beibringen, dass er meinetwegen ja zweimal in der Nacht trinken darf aber nicht immer??? Was könnte ich noch probieren, damit der Schlaf etwas erholsamer wird? (wir schlafen im Familienbett...) rike
? Liebe Rike, hast Du schon mal ausprobiert, wie die Nächte verlaufen, wenn dein Sohn tagsüber wieder häufiger gestillt wird? Wenn Kinder in diesem Alter tagsüber so gut wie gar nicht mehr gestillt werden und nachts sehr häufig nach der Brust verlangen, dann kann das daran liegen, dass sie nachts nachholen, was sie tagsüber versäumt haben. Deshalb ist es überlegenswert, das Kind tagsüber wieder öfter anzulegen, um ruhigere Nächte zu haben. Lernt der junge Mann gerade etwas Neues? Viele Kinder sind besonders dann nachts sehr unruhige und suchen die Nähe und Geborgenheit an der Brust, wenn sie dabei sind, eine neue Fähigkeit zu meistern. Sobald dieser Meilenstein dann geschafft ist, wird es auch wieder ruhiger. Du kannst schon versuchen, das Stillen in der Nacht einzuschränken. Eine Möglichkeit nachts das Stillen einzuschränken ist es, dass statt dir dein Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wenn Du denkst, dass es jetzt an der Zeit ist, endgültig abzustillen, dann ist es sehr wichtig, dass Du fest hinter diesem Entschluss stehst, denn Zweifel deinerseits wird dein Kind sofort spüren. Allerdings wird dir das Abstillen keine Gewähr für ruhigere Nächte bieten. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Liebe Biggy, hab dank für deine Antwort. Ja, bei uns tut sich grad viel. ich gehe seit Mitte September wieder arbeiten und bin da manchmal ganztags nicht da (der Papa ist jetzt dran mit der Elternzeit).. Insofern kann ich mir Moritz´gesteigertes Nähebedürfnis erklären. Aber irgendwie ist es einfach zu anstrengend, die ganze Nacht "nur Brust" zu sein. Und du hast recht - eigentlich will ich noch nicht ganz abstillen; die Nähe daran ist mir zu wichtig. Also darauf setzen, dass Moritz irgendwann besser schläft? Ist das so? Oder ist er dabei, sich eine Gewohnheit zuzulegen? Und: Meinst du wirklich, daß am Tag öfter stillen (soweit das bei mir terminlich überhaupt geht) hilft für die Nacht??? Vielen dank jedenfalls für deine Worte!! Rike
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