Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

abstillen

Frage: abstillen

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Hallo! Mein Sohn ist 8Monate alt und wird 4-5 Mal am Tag und 3 Mal Nachts gestillt.Mittags isst er ein wenig Karotten-Kartoffelbrei,höchstens ein halbes Gläschen.Da er nachts 3 Mal zum trinken kommt,möchte Ich Ihm gerne eine Flasche machen oder Ihm Brei geben,aber beides funktioniert nicht,ist immer ein theater wenn Ich ihm die Flasche geben will(er hat sie aber auch schon mal getrunken als bei mir die Milch Abends mal"alle" war!) Ich bin auch einfach nicht mehr dazu bereit 3Mal Nachts aufzustehen,bin schon völlig mit den Nerven runter.. Wie stelle Ich es am besten an daß er mir die Flasche nimmt?Soll Ich sie jeden Abend kontinuirlich anbieten?In was für einer Haltung soll Ich sie ihm anbieten,als Ich ihn so wie zum stillen hingelegt hab schrie er nur und suchte die Brust.. Vielen Dank, Gruß von der verzweifelten Katja


Biggi Welter

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? Liebe Katja, ich kann Ihnen nun zwar Tipps geben, wie Sie Ihr Kind an die Flasche gewöhnen können, aber weder durch die Gabe von Flaschennahrung noch durch einen Brei am Abend werden Sie eine Garantie für ruhigere Nächte erhalten. Viele Stillkinder lehnen die Flasche ab, schlicht und ergreifend deshalb, weil die Technik an der Flasche eine ganz andere ist, als an der Brust. Dazu kommt, dass sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust und so lehnen viele Stillkinder die Flasche ab. Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt „Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Es empfiehlt sich nicht, zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: • die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist • das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln • den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut • den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen • verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren • verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen • versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern • geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche. Lass dir doch einmal von einer Stillberaterin zeigen, wie das Füttern mit dem Becher funktioniert. LLLiebe Grüße Biggi


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