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Philipp ist bald 8 Monate alt, er bekommt morgens gegen 6.30 Uhr Muttermilch, um ca. 9.00 Uhr einen Brei von Milupa hat aber meistens nach ein paar Löffeln genug, mittags ein Gläschen Gemüse, Fleisch, Nudeln etc.ißt er fast immer auf. Nachmittags so gegen 16 Uhr bekommt er Obst mit Zwieback oder Biskotten, am Abend zwischen 19 und 20 Uhr bekommt er einen Gute Nachtbrei von Hipp, und dann will er die Brust, trinkt und schläft ein erst dann kann ich ihn in sein Bett legen. Zu Mittag schläft er nach dem Essen meist nur wenn ich ihn wieder die Brust gebe. Ich bin schon ziemlich Ratlos, denn vor ungefär zwei Wochen hatte ich ihn schon so weit das er nur noch morgens und abends von mir trank, jetzt bin ich schon wieder auf 4-6mal stillen am Tag. Mir ist gar nicht mehr wohl dabei ich bekomme Schweißausbrüche und mein Kreislauf spielt auch verrückt. Was kann ich tun, ohne dass mein kleiner Liebling einen Schaden davon trägt. Es ist manchmal ganz schlimm da hat er gerade ein ganzes Gläschen verdrückt, und dann kreischt er gleich darauf und zieht mich am Gewand bis ich ihn anlege, meistens wenn er müde ist, er nimmt leider keinen Schnuler. Vielleicht können sie mir helfen? Danke im voraus, mit freundlichen Grüßen Susanne!
? Liebe Susanne, warum um Himmels willen bekommen Sie Kreislaufprobleme und Schweißausbrüche, wenn Sie Ihr Baby anlegen? Da sollte unbedingt einmal abgeklärt werden, was mit Ihnen los ist, denn das sind keine normalen Vorgänge beim Stillen und ich bin mir auch nicht sicher, ob diese Probleme wirklich ursächlich mit dem Stillen zusammenhängen. Stillen ist viel mehr als reine Nahrungsaufnahme und deshalb bedeutet abstillen auch mehr, als nur das Ersetzen der Muttermilch durch andere Nahrung und es ist auch nicht erstaunlich oder gar „schlimm", dass ein Kind nach einer ausgiebigen Beikost noch an die Brust möchte. Ich werde Ihnen nun ein paar Tipps zum Abstillen eines älteren Babys oder Kleinkindes geben, vielleicht ist etwas für Sie dabei: Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt „biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Sie Ihrem Kind die Brust nicht von sich aus anbieten, aber auch nicht ablehnen, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, Ihre Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Sie müssen die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Sie viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmen, die Ihrem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Sie Ihr übliches Verhalten in bestimmten Situationen verändern. Wenn Sie zum Beispiel sitzen bleiben anstatt sich hinzulegen, wenn Sie Ihr Kind zum einschlafen bringen. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal ist es sinnvoll, wenn der Vater das abendliche Zubettbringen übernimmt. Manchmal bringt es das Abstillen auch weiter, wenn Sie das Stillen immer dann, wenn Ihr Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschieben. Das können Sie flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Sie können auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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