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Hallo Biggi! Meine Tochter ist jetzt fast 1 Jahr alt, und ich möchte abstillen (da wir ein 2. Kind möchten). Sie trinkt jetzt noch ca. 2mal in der Nacht - tagsüber nicht mehr. Abends gebe ich ihr einen Milchbrei. Ich habe das Gefühl, dass sie in der Nacht noch Hunger hat. Ein Milch-Fläschchen verweigert sie. Wie gehe ich denn hier vor? Mit Tee habe ich es auch schon versucht - den trinkt sie zwar ein bisschen, aber will trotzdem noch gestillt werden. Haben Sie eine Idee, wie ich das bewerkstelligen kann? Vielen Dank PEtra
? Liebe Petra, als erstes können Sie mir Ihrem Kind darüber sprechen, dass Sie nun die gemeinsame Stillzeit beenden wollen. Auch wenn das viele Menschen anders sehen: Babys und Kleinkinder sind kleine Menschlein, die mehr verstehen als wir oft denken und sie haben ein Recht darauf, dass mit ihnen gesprochen und sie nicht einfach mit unseren Entscheidungen überfallen werden. Dann können Sie das Stillen in der Nacht immer weiter verkürzen und so allmählich ausschleichen. Sie können zum Beispiel kurz stillen und das Kind dann weiter von seinem Vater trösten und beruhigen lassen. Eine andere Möglichkeit ist es, dass statt Ihnen, Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Auch hier können Sie Ihr Kind ja in der ersten Zeit zuerst stillen und dann dem Partner übergeben. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass Ihr Kind weiterhin Ihre Liebe und Zuneigung spürt und Sie allmählich und mit viel Liebe vorgehen und nicht zu schnell die Geduld verlieren. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Deshalb halte ich auch nicht viel von der Lösung, dass die Mutter einige Tage alleine verreist. Diese plötzliche Trennung kann das Kind in tiefe Trauer und Verzweiflung stürzen und vor allem: Was macht die Mutter, wenn das Kind nach der Rückkehr doch wieder an die Brust will? LLLiebe Grüße Biggi Welter
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