Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, mein Sohn ist nun 14 Monate und ißt schon ziemlich lange mit vom Tisch. Er will aber auch immer noch (von 1 mal - 10 mal täglich)stillen. Langsam aber sicher würde ich nun doch gerne wenigstens tagsüber abstillen. Nur weiss ich überhaupt nicht, wie ich das anfangen soll. Ich habe schon einige Tage versucht, Daniel einfach während des Tages nicht mehr "an die Brust" zu lassen, aber er hat da doch seinen eigenen Kopf. Er stillt schon noch sehr oft und sehr gerne. Er kommt immer zu mir und macht an meinem Pulli rum, wenn er stillen will und wenn ich mich dann nicht beeile, dann gibt es Gezeter und Tränen. Ich habe echt Angst, dass es immer schwerer wird (das Abstillen), je älter er wird. Daniel hat ja auch noch nie einen Flasche bekommen, er trinkt aus einem Trinklernbecher. Das kann ich ihm also auch nicht als Ersatz bieten. Hunger kann es ja eigentlich nicht sein, da er ja normal ißt und auch trinkt. Wie könnte ich am besten vorgehen? Und ist es möglich, nur noch nachts zu stillen, oder muß man entweder ganz oder gar nicht.
? Liebe Sandy, was Du möchtest heißt „punktuelles Abstillen". Das punktuelle Abstillen kann das endgültige Abstillen einleiten, muss es aber nicht unbedingt. Sicher ist ein 14 Monate altes Kind noch nicht in der Lage alles Gesprochene bis ins letzte Detail zu verstehen, doch ich denke, dass der erste Schritt für euch sein sollte, dass Du mit deinem Kind darüber sprichst, wie es dir geht und was Du nicht mehr möchtest. Dann kannst Du oder besser ihr beide als Eltern eine Art Plan machen, wie ihr vorgehen wollt, um das Stillen etwas einzuschränken. Stillen nach Bedarf ist bei einem Kind über einem Jahr nicht mehr ein so eng gefasster Begriff wie bei einem kleinen Baby und liebevoller Konsequenz lassen sich auch bei einem Kind in diesem Alter in einem gewissen Rahmen Regeln aufstellen. Selbstverständlich wird sich nicht von heute auf morgen eine plötzliche Änderung ergeben, das geschieht in kleinen Schritten und selbstverständlich wirst Du mit Rückschritten rechnen müssen, doch mit viel Liebe und Beharrlichkeit, könnt ihr einen Weg finden. Punktuelles Abstillen, wie dieses eingeschränkte Stillen auch genannt wird, erfordert Geduld, liebevolle Konsequenz und vor allem den festen Willen der Mutter, die sich ganz sicher sein muss, dass sie wirklich so handeln will. Du kannst als Übergangslösung mit dem Kind vereinbaren, dass es in bestimmten, klar erklärten und für das Kind erkennbaren Situationen nur ganz kurz trinken darf und so einen allmählichen Übergang schaffen. Viel Ablenkung kann durchaus hilfreich sein. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und ganz ohne Frust wird es nicht funktionieren. LLLiebe Grüße Biggi
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