Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, mein Sohn ist 14 Monate alt. Wie kann Ich Ihm begreiflich machen das Ich Ihn nachst nicht mehr stillen möchte. Wir haben schon alles versucht. Sobald er in der Nacht aufwacht verlangt er nach der Brust. Ich habe Ich schon alles andere angeboten aber er will nicht einmal die Flasche in den Mund nehmen. Tagsüber ist er ganz normale Kost und trinkt auch Tee, Wasser usw. Wie sollen wir Ihn nur dazu bekommen ? Viele Grüße Monika
? Liebe Monika, wird der Kleine tagsüber noch gestillt oder ist er am Tag schon ganz abgestillt? Wenn er tagsüber nicht mehr an der Brust trinkt, kann es sein, dass er nachts nachholt, was ihm am Tag fehlt, denn aus der Sicht des Kindes ist ein Abstillen in diesem Alter verfrüht. Häufigeres Stillen am Tag kann dann zu weniger Stillen in der Nacht führen. Wenn Sie jetzt vollständig abstillen wollen, dann versuchen Sie es einmal mit den unten aufgeführten Vorgehensweisen, die sich beim Abstillen eines älteren Babys bewährt haben: Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt „biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Sie Ihrem Kind die Brust nicht von sich aus anbieten, aber auch nicht ablehnen, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, Ihre Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Sie müssen die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Sie viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmen, die Ihrem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Sie Ihr übliches Verhalten in bestimmten Situationen verändern. Wenn Sie zum Beispiel sitzen bleiben anstatt sich hinzulegen, wenn Sie Ihr Kind zum einschlafen bringen. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal ist es sinnvoll, wenn der Vater das abendliche Zubettbringen übernimmt. Manchmal bringt es das Abstillen auch weiter, wenn Sie das Stillen immer dann, wenn Ihr Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschieben. Das können Sie flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Sie können auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und ihn dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Beim nächtlichen Abstillen kann es hilfreich sein, dass statt Ihnen Ihr Partner die Nachtschicht bzw. das zu Bett bringen zum Teil übernimmt. Also nicht Sie wenden sich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Baby auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Um das abendliche Stillen wegzulassen, bietet sich eine Veränderung des Abendrituals an. Als nächstes können Sie dann an die Verkürzen des Stillen gehen und auch den Vater am abendlichen Einschlafritual beteiligen. Ihr könnt ein festes Ritual mit Kuscheln und Vorlesen oder Geschichte erzählen einführen. Viele Eltern beginnen auch bereits bei einem wenige Monate alten Baby damit, den Tag am Abend noch einmal Revue passieren zu lassen und so ein Gespräch (das sich im Laufe der Zeit dann entwickeln wird) über die Erlebnisse, Freuden, aber auch Sorgen und Nöte des Kindes zu führen. Durch solch ein Gespräch bleiben Eltern dann auch in engem Kontakt mit ihrem Kind und der leider viel beobachtet Sprachlosigkeit zwischen Eltern und Kind kann entgegengewirkt werden. In diesen Gesprächen können Sie dann Ihr Kind immer wieder darauf hinweisen, dass Sie der Meinung sind, dass sich Ihre gemeinsame Stillzeit nun dem Ende zuneigt, dass Sie es aber weiterhin genau so sehr lieb haben, wie schon immer. Wenn Ihr Partner nicht einspringen kann, bleibt es an Ihnen, Ihr Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Außerdem möchte ich Ihnen das Buch „Wir stillen noch - über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen. Wichtig ist, dass Ihr Kind spürt, dass Sie ihm zwar die Brust entziehen, nicht aber Ihre Liebe. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, dein Ratschlag für das zu Bett gehen hat funktioniert. Wenn mein Mann unseren Sohn ins Bett bringt ist das in Ordnung. Was mache Ich aber mitten in der Nacht. Meistens kommt mein Sohn in der Zeit von 24.00 bis 2.00 Uhr. Leider muß mein Mann früh morgens um 5.00 Uhr aufstehen so kann er sich nicht in der Zeit um unseren Sohn kümmern. Ich habe schon versucht im die Flasche um diese Zeit zu geben, aber er verweigert diese. Wie soll Ich reagieren ? Liebe Gr´ße Monika
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