Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen

Frage: Abstillen

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Liebe Biggi, mein Sohn (14 Monate) hat seine Stillgewohnheiten in den letzt 2 Wochen total verändert. Er trinkt den ganzen Vormittag nicht an der Brust. Er wenn es um den Mittagsschlaf geht und wir uns hinlegen wird wieder gestillt. Dann ca. nach 1 Stunde, wenn er mal kurz wach wird. Erneutes Stillen gibt es dann entweder ca. 17 Uhr oder erst, wenn er ca. 20 Uhr ins Bett geht. Nachts wacht er ca. 3 mal auf und trinkt. Nun habe ich das Gefühl das er auf das Stillen vor dem Mittagsschlaf auch verzichten könnte, er kann nur leider ohne Brust nicht einschlafen. Ich habe jetzt probiert, ob er ohne Stillen einschläft (mit Nuckel, singen, erzählen u. Brust verdeckt) aber das funktioniert nicht. Du hast schon oft etwas zum Abstillen geschrieben. Aber wie klappt das in der Praxis mit dem, dass der Papa den Kleinen ins Bett bringt? Unser Sohn weint dann nur und beide sind frustriert. Wie groß ist das Saugbedürfniss noch? Ich habe ihm jetzt eine Nuckelflasche gekauft!! Er hatte vorher noch keine. Am Tage trinkt er sehr gern daraus, aber auch aus der Tasse. Aus dem ganzen Abstillen will ich aber auch kein Staatsakt machen. Wir möchten nur gern ein 2. Kind. Vielen Dank Sylvia


Biggi Welter

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? Liebe Sylvia, ich kann dir nicht sagen, wie groß das Saugbedürfnis deines Sohnes noch ist, denn es ist von Kind zu Kind ganz unterschiedlich, wie ausgeprägt das Saugbedürfnis in einem bestimmten Alter noch ist. Es gibt Kinder, die mit einem Jahr kaum mehr saugen wollen und andere brauchen das Saugen noch mit drei Jahren recht intensiv. Wenn der Vater das Kind ins Bett bringen soll, ist Grundvoraussetzung, dass das Kind auch sonst bereits eine gute und tragfähige Beziehung zu seinem Vater aufbauen konnte. Falls der Vater sein Kind kaum sieht und sich nur wenig mit ihm beschäftigen kann, ist das abendliche Zubettbringen oder auch das Beruhigen in der Nacht sicher nicht der richtige Zeitpunkt, um die Beziehung zwischen beiden zu beginnen. Als Anfang kann der Vater erst einmal mit dem satten, ausgeschlafenen und nicht quengelnden Kind am Tag zusammenbleiben, so dass die beiden in einer eher entspannten Atmosphäre zusammen sind. Sind Vater und Kind gut miteinander vertraut, kann als nächster Schritt das Ins-Bett-Bringen oder auch das Beruhigen in unruhigeren Situationen ins Auge gefasst werden. Bei einem 14 Monate alten Kind ist die empfängnisverhütende Wirkung des Stillen nahezu null. Die Tatsache, dass euer Sohn noch nicht abgestillt ist, bedeutet nicht automatisch, dass Du nicht wieder schwanger werden kannst. Andererseits ist es eine Überlegung, ob dein Sohn wirklich schon so weit ist, dass er die Konkurrenz durch ein neues Baby sehr bald schon verkraften kann, denn es gibt da eine interessante Theorie, die besagt, dass so lange ein Kind noch so häufig an der Brust der Mutter trinkt, dass dadurch die Fruchtbarkeit der Mutter eingeschränkt wird, so lange ist es auch noch nicht reif genug, die Mutter mit einem weiteren Geschwisterkind zu teilen. Du magst dies vielleicht weit hergeholt finden, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass da viel Wahres dran ist. Vielleicht habt ihr einfach noch etwas Geduld. LLLiebe Grüße Biggi


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