Mitglied inaktiv
Hallo Biggi, meine Tochter Lea ist nun genau ein halbes Jahr. Da ich gerne abstillen würde und ich leider nicht genuau weiß wie ich das machen soll bräuchte ich deine Hilfe ;-). Also Lea stille ich bis 12 Uhr morgens und dann bekommt sie ein Gläschen mit Gemüse und Fleisch. Danach will sie dann immer noch die Brust. Nach dem Mittagsschlaf bekommt sie dann ein Gläschen mit Obst und am Abend bekommt sie (sehr selten) einen Brei den sie aber nicht so mag deshalb stille ich sie dann wieder. Nachts kommt sie dann einmal zum stillen. Mit dem Löffel essen kann sie so einiger Masen. Das Problem ist nur sie streckt immer beim essen ihre Zunge nach oben wenn der Löffel kommt (ich hoffe du weißt wie ich das meine) ;-) Ich würde mich sehr freuen wenn du mir einen Tipp geben könntest. Wenn ich sie halt auch nicht stille ist meihne Brust manchmal sehr voll und abpumpen soll man ja nicht da dann wieder soviel Milch produziert wird. Danke schonmal im voraus. LG, Karin mit der kleinen Lea :-)
? Liebe Karin, ja, ich weiß was Du meinst: Der Zungenstoßreflex deiner Kleinen ist noch nicht so weit abgeschwächt, dass sie von Löffel essen kann. Das ist ein Anzeichen dafür, dass sie noch nicht bereit für Beikost ist. Ein Baby zeigt seine Bereitschaft für Beikost mit den folgenden Anzeichen: • es ist in der Lage alleine aufrecht zu sitzen, • der Zungenstoßreflex, durch den das Baby feste Nahrung automatisch wieder aus dem Mund herausschiebt, hat sich abgeschwächt, • es zeigt Bereitschaft zum Kauen, • es kann selbstständig Nahrung aufnehmen und in den Mund stecken, • es zeigt ein gesteigertes Stillbedürfnis, das sich nicht mit einer Erkrankung, dem Zahnen oder einer Veränderung in seiner Umgebung oder in seinem Tagesablauf in Verbindung bringen läßt. Dies ist bei einem gesunden, voll ausgetragenen Baby etwa mit sechs Monaten der Fall, bei wenigen Kindern früher, bei gar nicht so wenigen später. Ehe diese Zeichen nicht zu erkennen sind, sollte noch keine Beikost eingeführt werden. Eine zu frühe Einführung der Beikost ist nicht sinnvoll, da dadurch der Organismus des Kindes überfordert werden kann, vor allen der Darm und die Nieren des Kindes können überlastet werden und außerdem erhöht eine zu frühe Einführung der Beikost das Allergierisiko. Viele Mütter ignorieren den Zungenstoßreflex und schieben dem Kind die Nahrung mit dem Löffel immer wieder und wieder herein, damit das Kind „sich daran gewöhnt". Es ist aber fraglich, ob dieses Verfahren sinnvoll ist. Vielleicht gibt Du deinem Kind einfach noch etwas Zeit. Beim Abstillen gehst Du am besten so vor, dass Du dein Kind zunächst anlegst, aber es sich nicht vollständig satt trinken lässt, sondern anschließend noch die Flasche bzw. Beikost anbietest. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Beikost oder Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das musst Du ausprobieren. Allmählich steigerst Du die Menge der Beikost bzw. Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche kannst Du dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung oder Beikost beginnen, empfehlenswert ist allerdings ein längerer Abstand von etwa vier Wochen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpst Du gerade so viel Milch ab oder streichst von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Du dich wieder wohl fühlst. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich kannst Du die Brust kühlen. Wenn Du langsam genug vorgehst, muss es nicht zu Stauungen kommen und es ist auch keine Milchpumpe notwendig, um abzustillen. Abstillen ist ein natürlicher Prozess und braucht im Normalfall weder mechanische noch medikamentöse Unterstützung. Stauungen sind ein Anzeichen dafür, dass zu schnell abgestillt wird. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest Du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Du dich hierfür interessierst, wende dich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. LLLiebe Grüße Biggi
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