Mitglied inaktiv
Hallo, ich habe folgende Frage. Unser Kleiner ist jetzt 9 Monate alt, ich habe ihn bis Ende des 6. Monats voll gestillt und dann nacheinander die drei Breimahlzeiten eingeführt. Er ist jetzt mittags (gegen 11.30 Uhr) 190g Gläschen, nachmittags Getreide-Obst-Brei mit Wasser angerührt und abends Naturreisschleim mit 1er Folgemilch angerührt (200ml Wasser mit Pulvermilch und 6 Löffel Reisschleim + etwas Birne). Zur Zeit stille ich noch morgens (ca. 6.30 Uhr) und abends (ca. 18.30Uhr)vorm ins Bett gehen. Die Morgenmahlzeit muss ich jetzt auch ersetzen (da er schon 6 Zähnchen hat und meine eine Brustwarze leider leidet), allerdings weiß ich nicht mit was. Er hat bis jetzt immer die Flasche komplett verweigert, tagsüber trinkt er zwar Wasser aus ihr, aber keine Milch! Ich habe ihm heute morgen jetzt Brei mit Wasser angerührt gegeben, den hat er auch begeistert gegessen :-). Allerdings fehlt ihm doch dann die Milch? Und wenn ich diesen Brei auch mit Milch anrühre, ist das dann zuviel, das wäre ja nochmal soviel wie die Abendmahlzeit? Danke für eine kurze Info, viele liebe Grüße, Claudia
Liebe Claudia, mit neun Monaten ist dein Kind noch zu jung für ausschließliche Beikost. Du kannst nun weiterhin versuchen, die Flasche schmackhaft zu machen, Du kannst die Milch aus dem Becher anbieten oder aber Du gewöhnst deinem Baby das Beißen ab. Wenn ein Kind Zähne bekommt, dann muss es sich zunächst selbst erst einmal an die "neuen Dinger" in seinem Mund gewöhnen und es muss in manchen Fällen erst lernen, wie es an der Brust trinken kann, ohne dass es diese neuen Zähne in die Brust der Mutter "eingräbt". Zunächst einmal, kannst Du die Stillpositionen häufig wechseln, damit nicht immer die gleichen Stellen belastet werden und deine Brust sich wieder erholen und die wunden Stellen abheilen können. Eventuell kannst Du auch etwas hochgereinigtes Wollfett (gibt es unter den Handelsnamen Lanosin, Lansinoh oder Purelan in der Apotheke) dünn auf deine Brustwarzen auftragen, um die Heilung zu unterstützen. Außerdem kannst Du deinem Sohn vermitteln, dass seine derzeitige Trinktechnik dir weh tut. Dabei kannst Du so vorgehen, wie bei einem beißenden Baby, bei dem sich die folgenden Strategien bewährt haben: das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen sobald es seine Zähne in deine Brust drückt, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammen zucken lassen kann. etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bietest Du dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne einsetzen darf. das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereit hält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Du das Beißen nicht lustig findest (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Hallo, danke für deine ausführliche Antwort. Ich werde es dann nochmal mit der Milch aus der Flasche versuchen. Irgendwie beißt er auch nicht direkt, aber es ist rundrum auf dem Warzenhof rot und gereizt. Ganz lieben Dank, viele liebe Grüße, Claudia
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