Mila456
Hallo Biggi, mein Sohn ist 10 Wochen alt und ich möchte diese Woche mit dem Abstillen beginnen. Obwohl es gut klappt, bin einfach nicht glücklich damit, es klappt nur mit Stillhütchen und ich wünsche mir mehr Unabhängigkeit. Gleichzeitig möchte ich meinem Sohn aber das Beste. Die Vorteile des Stillens sind mir gut bekannt. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen und Angst, dass er leichter krank wird, eine Allergie entwickelt und sich unsere Beziehung stark verändert. Meine Fragen wären: 1. Wie wirkt sich Ihrer Erfahrung nach das Abstillen auf die Mutter-Kind-Beziehung aus? 2. Ist auch die kürzere Stilldauer hilfreich für den Kleinen? 3. Haben die Abwehrkörper in der MuMi noch eine Nachwirkung oder endet der Immunschutz abrupt mit dem Abstillen? Vielen Dank für die Beantwortung und liebe Grüße!
Kristina Wrede
Liebe Mila456, Stillen ist eine Beziehung, und da sollten schon beide Seiten Freude dran haben. Wenn nicht, ist es absolut dein gutes Recht, deinen Kleinen abzustillen. Was hilft es dir, ein schlechtes Gewissen mit dir herum zu tragen? Es macht das Stillen ja doch nicht angenehmer für dich, und ist IMMER nur ein Störenfried. Hau es in die Tonne und bleib im Herzen nah an deinem Kind. Auch ohne Stillen kannst du die beste aller Mamis für deinen Buben sein!! Also, vergiss mal alle Argumente, du DARFST abstillen und dich trotzdem nicht als "böser Mensch" fühlen!!! Wenn nötig, hol dich professionelle Unterstützung. Denn dieses schlechte Gewissen und das Bedürfnis, deine Entscheidung rechtfertigen zu können gegenüber Kritikern, ist sicher nicht zum ersten Mal in deinem Leben aufgetaucht. Ist aber jedes Mal eine gute Gelegenheit zu schauen, was dahinter steckt. LIeben Gruß, Kristina
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