Verena_M
Liebe Frau Welter, ich beziehe mich auf meine Frage von 20.09. , in der ich beschrieben habe, wir schwer es ist, meinen 2,5 jährigen Sohn abzustillen. Herzlichen Dank für Ihre klaren Worte. Vermutlich war es genau das, was mir gefehlt hat: mir klar zu machen, dass es nicht schlimm ist, wenn er sauer ist, wenn er tobt....dass wir das trotzdem hinbekommen. Und dass es letztendlich an mir liegt. Und so war es auch... Vielleicht war auch gerade jetzt der richtige Zeitpunkt. Von heute auf morgen war mein Sohn abgestillt. Die ersten ein, zwei Tage natürlich mit etwas "Diskussion", aber selbst das nicht so schlimm wie erwartet... Auch jetzt, über eine Woche nach Abstillen, fragt er noch nach der Brust. Aber ein "Nein", verbunden mit einem alternativen Vorschlag (ein Buch lesen, kuscheln...) wird mittlerweile sofort akzeptiert. Ich muss zugeben, natürlich auch selbst etwas wehmütig zu sein...;-) aber es hat wohl doch alles irgendwie seine Zeit. Und es scheint, als wäre wohl genau jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen. Vielen herzlichen Dank für Ihre tolle Arbeit hier! Eine kurze Frage am Schluss hätte ich noch: haben Sie einen Tipp, wie man die "Schmerzen" in der Brust nach dem Abstillen etwas lindern kann? Wobei Schmerzen etwas übertrieben ist, es fühlt sich eher an wie ein großer, blauer Fleck... Nicht dramatisch, ich habe ja nur noch zum Schlafen oder nachts gestillt, aber vielleicht haben Sie doch einen Tipp...? Herzlichen Dank.
Liebe Verena_M, ich freue mich so sehr über diese Rückmeldung :-), ganz lieben Dank dafür!!! Ich kann dich so gut verstehen, natürlich ist da jetzt viel Wehmut, weil ein Abschnitt zu Ende geht, welcher nie wieder kommen wird. Auch du musst nun Abschied nehmen und dir wird klar, dass die innige Stillbeziehung zu Ende geht..... Nur wenn sich die Brust gespannt anfühlt oder schmerzt, solltest du entweder gerade so viel Milch ausstreichen oder eben anlegen, dass die Spannung nachlässt oder (falls die Brust nicht gestaut ist und "nur" schmerzt) die Brust kühlen. Bitte streiche wirklich nicht mehr aus, als unbedingt notwendig, sonst wird die Milchproduktion wieder angeregt. Deine Brust wird sich daran gewöhnen, dass die Nachfrage nicht mehr gegeben ist und die Milchproduktion immer weiter verringern und schließlich ganz einstellen., aber sie braucht etwas Zeit dazu. Wenn bei dir noch Verhärtungen spürbar sind, solltest du diese massieren und ausstreichen. Es ist auch empfehlenswert, den Salzkonsum während des Abstillens einzuschränken. Es ist nicht notwendig die Flüssigkeitszufuhr einzuschränken, trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinke entsprechend deinem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch solltest du keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn du dann nach dem kompletten Abstillen keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) hast, besteht kein Handlungsbedarf mehr. Deine Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Falls du dich für naturheilkundliche oder homöopathische Mittel zur Unterstützung des Abstillprozesses interessierst, wende dich bitte an einen entsprechend ausgebildeten Arzt oder eine Hebamme. Alles Gute! Biggi
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