hope_1803
Hallo! Ich befinde mich in einem kleinen Gewissenskonflikt, was das Abstillen betrifft. Mein Sohn ist jetzt 7 Monate alt und ein guter Esser. Es hat mit dem Stillen immer super geklappt und klappt auch mit der Beikost sehr gut. Er zeigt von sich aus viel Interesse an "festem" Essen und fordert das auch ein. Mittlerweile isst er 4-5 Mal am Tag Brei und wird zwischen 2 und 4 Mal (je nach Bedarf bzw. Durst) gestillt - Flasche und Becher nimmt er noch nicht so wirklich, was für mich auch völlig in Ordnung ist. Außerdem wird er nachts momentan auch oft wach und verlangt die Brust. Er braucht das Stillen also noch und ich stille gern und würde eigentlich auch gerne bis zum Ende seines 1. Lebensjahres weiterstillen. Allerdings ist es leider so, dass ich mich in den kommenden Monaten einer Operation unterziehen muss. In der Schwangerschaft hatte ich eine Venenentzündung und diese Vene muss jetzt entfernt werden. Nun frage ich mich, auf welchen Termin ich den OP-Termin legen soll? Wie kann ich denn planen, wie lang ich noch stille? Und was wenn mein Sohn sich querstellt und nicht mitmacht und am Ende gar nichts mehr nimmt? Oder gibt es evt. eine Möglichkeit trotz Vollnarkose weiter zu stillen? Eigentlich will ich meinem Sohn die Möglichkeit geben, selbst den Zeitpunkt des Abstillens zu bestimmen. Andererseits kann ich die OP auch nicht auf die ganz lange Bank schieben- es geht ja immerhin um meine Gesundheit. Außerdem möchte ich es eigentlich noch in der kalten Jahreszeit hinter mich bringen.. Vielen Dank!
Liebe hope_1803, eine OP ist ganz sicher KEIN Grund zum Abstillen. Ich zitiere dir deshalb aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit“ Schaefer, Spielmann, 7. Auflage 2006: „Empfehlung für die Praxis: Wenn die Mutter nach einer Narkose wieder in der Lage ist, ihr Kind anzulegen, darf sie stillen. Weder die pharmakokinetischen Eigenschaften der im Zusammenhang mit einer Narkose heute verwendeten Mittel noch die klinischen Erfahrungen begründen eine zusätzliche Stillpause. Dies gilt auch für die Narkose im Rahmen einer Sectioentbindung, bei der ohnehin der plazentar übergehende Anteil an Narkotika gegenüber der geringen Kolostrummenge quantitativ im Vordergrund steht!" Als nächstes bist Du auf die Kooperationsbereitschaft des Pflegepersonals und auf die Hilfe durch deinen Mann, deine Mutter, eine Freundin usw. angewiesen. Da es leider in Deutschland nur in wenigen Kliniken gemacht wird, dass das Baby in einer solchen Situation mit der Mutter mit aufgenommen wird (was das einfachste wäre, sprich diese Möglichkeit einfach einmal an, solange niemand danach fragt, so lange wird es auch in Deutschland nicht populär werden, dass dies eine Möglichkeit ist), brauchst Du jemanden, der zumindest tagsüber viel Zeit mit deinem kleinen Sohn bei dir im Krankenhaus verbringt. Dein Mann oder sonst jemand, müsste sich um die Versorgung deines Babys kümmern, so dass Du es lediglich stillen musst. Am Tag der OP wirst Du wahrscheinlich nicht so gut in der Lage sein, dein Kind zu stillen oder zumindest viel Unterstützung dabei benötigen. Diese Zeit kann dann mit abgepumpter Milch oder mit HA Nahrung überbrückt werden. Danach ist es aber möglich wenn Du eine Hilfe im Krankenhaus hast dass dein Baby zumindest tagsüber gestillt wird. Für die Nacht muss entweder eine Lösung gefunden werden, dass dein Baby bei dir im Krankenhaus bleiben kann oder aber, dass es nachts entweder abgepumpte Milch oder HA Nahrung bekommt. Wenn dein Sohn keine Flasche annimmt, dann kann er auch mit einer alternativen Fütterungsmethode (z.B. Becher oder Softcup) ernährt werden. Das ist ohnehin empfehlenswert, um eine Saugverwirrung zu vermeiden. Wichtig ist, dass Du immer dann, wenn deine Brust voll wird und dein Baby nicht in der Nähe ist, abpumpst. Je nachdem wie lange die Operation dauert, kann es auch ratsam sein, dass während der Operation abgepumpt wird. Das kann eine Schwester machen. Sobald Du aus der Klink entlassen bist, dürfte es kein Problem sein, normal weiter zu stillen. Bleib hartnäckig mit deinem Wunsch weiterzustillen. Es ist möglich, es verlangt lediglich etwas Kooperationsbereitschaft von allen Beteiligten. Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben. und wünsche dir eine komplikationslose Operation und eine schnelle Genesung. Wenn Du noch weitere Fragen hast, melde dich einfach nochmals. LLLiebe Grüße Biggi
Mitglied inaktiv
Ergänzend kann ich noch sagen, dass Dr. Renz-Polster u.A. im Buch "Gesundheit für Kinder" darauf hinweisen, dass KH-Personal den Wunsch nach gemeinsamer Unterbringung von Mutter und Kind berücksichtigen müssen, dass das aber kaum jemand bedenkt bzw. weiß. Man muss freundlich aber bestimmt sein. Ich muss gestehen, ich würde weniger fragen, ob, sondern fragen, wie das möglich gemacht werden kann. Ist ja nicht so schwer, ein Beistellbettchen ggf. auch mitzubrigen. Viel Erfolg und eine hoffentlich komplikationsfreie OP! Sileick
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