Meyla
So langsam weiß ich nicht mehr weiter….
Ich bin keine nervöse oder hektische Person, eher „zu entspannt“, so dass man mir schon Gleichgültigkeit nachsagt.
Mein Sohn wird nächsten Monat 2 Jahre alt und stillen war so schon ein reines einschlfritual. Da er dafür aber seit Geburt stündlich wach wird und 2 Jahre nicht wirklich schlafen so langsam an die Substanz gehen, möchte ich abstillen.
Eine Woche war es kein Problem. Dann musste ich ihn einmal anlegen, weil meine Brüste trotz aller Maßnahmen furchtbar geschwollen waren…. Eine Woche wieder trotz allem ein entspanntes Kind.
Ganz plötzlich aber kippte dies. Das Licht geht aus und es wird geschrien wie zu schlimmsten Kolikphasen. Stundenlang, bis das Gesicht anschwillt, sich rot verfärbt und er nur noch am japsen ist.
Der Papa kann die Nächte aktuell nicht übernehmen und Nachtschichten eintauschen ist auf Arbeit auch nicht machbar.
Ich war auf Tränen eingestellt. Aber nicht nach einem Monat und in dieser Intensität! Demnächst fange ich wegen einer chronischen Erkrankung eine medikamentöse Therapie an und die Medikamente sind absolut nicht stillverträglich (Neuroleptika). Ewig hinaus Zögern ist daher ab Januar keine Option mehr, was kann ich also tun?
Liebe Meyla, so schwer es dir fällt, bleib ruhig und gelassen, damit sich dein Sohn an die orientieren kann. Dein Kleiner trauert und braucht deine Stärke, auch deinen Trost und die Gelassenheit. Versuche, ihn liebevoll zu begleiten und gestehe ihr auch seine Trauer und auch seine Wut zu, denn für deinen Sohn ist es nicht leicht, auf einmal ohne Brust in den Schlaf finden zu müssen. Tröste ihn und kuschle mit ihm, aber bleibe dabei, dass nicht mehr gestillt wird. Dein Kleiner wird das verkraften, denn du bist sein Leuchtturm und er wird sich an dir orientieren. Ihr schafft das, bleib ruhig und gelassen! Lieben Gruß Biggi
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