Mitglied inaktiv
Hallo, nachdem ich jetzt schon 4 ziemlich schmerzhafte MIlchstaus hatte, jedesmal mit Antibiotikum, stillen, Rotlicht, abpumpen und ausstreichen behandeln mußte- (2x stationär im KH aufgenommen)bin ich mittlerweile an einem Punkt angekommen an dem ich am liebsten abstillen möchte. Ich möchte nicht bequem oder herzlos handeln-aber ich denke das ich meine Zeit und Kraft lieber mit meinem kleinen Schatz verbringen möchte, als den ganzen Tag mit meiner Brust beschäftigt zu sein?! Selbst das Tragen schmerzt, davon abgesehen das ich durch die Schmerzmittel auch etwas neben mir stehe. Meine Hebamme sagt das ich jedoch in ein "Depri-Hormonloch"falle, den Kindstod begünstige, die Bindung kaputt geht......ich weiß nun echt nicht wie es weitergehen soll. Andere Mamis stillen doch auch nicht und den Kleinen geht es prima? Wie würden Sie in meiner Situation handeln? Und über welchen Zeitraum zieht sich das "abstillen" in etwa hin? Vielen lieben Dank :-)
Liebe Topas, natürlich ist Muttermilch das Beste für Ihr Baby, doch es ist auch Ihr gutes Recht, auf sich selbst zu achten! Wie oft legen Sie Ihr Baby denn inzwischen an? Eine häufige Ursache für Milchstaus ist zu seltenes Anlegen. Wenn dann auch noch der Brustwarzenhof so gespannt ist, dass die Warze flach wird, kann das Baby die Brust nicht gut fassen und auch nur schlecht melken (vielfach wird in dieser Situation auch der Milchspendereflex nicht ausgelöst), so dass der Stau unter Umständen noch schlimmer wird, da die Brust nicht gut entleert wird. Sie sollten Ihr Baby zumindest einige Zeit lang mindestens alle zwei Stunden anlegen und auch nachts keine große Pause einlegen. Achten Sie beim Anlegen ganz genau auf die richtige Anlegetechnik und auch auf die Stellung Ihrer Hand beim Halten der Brust. Der in vielen Stillratgebern immer noch gezeigte "Zigarettengriff", bei dem die Brustwarze zwischen Zeigefinger und Mittelfinger gehalten wird, kann zu Milchstaus führen, weil so Milchgänge abgeklemmt werden können. Richtig halten Sie die Brust, wenn der Daumen oben liegt (ein Stück hinter dem Warzenhof) und die restlichen vier Finger die Brust von unten stützen. Wechseln Sie zwischen verschiedenen Stillpositionen ab, damit die Saugwirkung nicht immer nur in die gleiche Richtung zielt. Saugt Ihr Kind korrekt? Bekommt es noch zusätzliche Nahrung oder Flüssigkeit aus der Flasche? Hat es einen Schnuller? Möglicherweise braucht Ihr Baby noch Anleitung, um das korrekte Trinken an der Brust zu erlernen. Wie ist denn die Gewichtszunahme bei Ihrem Baby? Können Sie verhärtete Bezirke in der Brust tasten (und wo liegen diese harten Stellen) oder ist die ganze Brust hart? Umgrenzte Verhärtungen können häufig besser aufgelöst werden, wenn Sie Ihr Baby so anlegen, dass sein Kinn auf die harte Stelle gerichtet ist. Unmittelbar vor dem Stillen sollten Sie Ihre Brust massieren. Lassen Sie sich von einer Stillberaterin die "Marmet-Technik" zeigen. Zusätzlich sind Entspannungsübungen (z.B. die, die Sie im Geburtsvorbereitungskurs gelernt haben) nützlich, um die Milch zum fließen zu bringen. Es gibt Frauen mit immer wiederkehrenden Milchstaus/Brustentzündungen, bei denen es hilft, wenn sie ihre Ernährung umstellen und auf gesättigte Fettsäuren so weit wie möglich verzichten und stattdessen auf (mehrfach) ungesättigte Fettsäuren achten. Zusätzlich kann die Einnahme von flüssigem Lecithin und Vitamin C helfen. Außerdem ist es wichtig auf die allerersten Anzeichen eines Staus zu achten und gleich zu handeln. Natürlich können Sie auch abstillen, eine "Gebrauchsanweisung" im wörtlichen Sinn gibt es nicht, nur Tipps und Vorschläge wie vorgegangen werden kann. Dabei gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Etwa im Abstand von mindestens einer Woche können Sie dann mit dem Ersetzen der nächsten Mahlzeit durch künstliche Säuglingsnahrung beginnen. Mit welcher Mahlzeit Sie beginnen, bleibt Ihnen überlassen. Nach Möglichkeit sollten Sie nicht zwei unmittelbar aufeinanderfolgende Stillzeiten direkt nacheinander ersetzen. Falls die Brust dann zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Besprechen Sie mit Ihrer Kinderärztin/arzt welche künstliche Säuglingsnahrung Sie verwenden sollten. Pre-Nahrung kann wie Muttermilch nach Bedarf gegeben werden und ist als Ersatz für die Muttermilch für das gesamte erste Lebensjahr (bis das Kind an normale Kuhmilch gewöhnt werden kann) geeignet. Für das komplette Abstillen sollten Sie in etwa sechs bis acht Wochen einrechnen, dieser Zeitraum ist realistisch, wenn Sie Probleme mit der Brust vermeiden wollen und gibt auch dem Kind Zeit, sich an die Umstellung zu gewöhnen. Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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