Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Abstillen eines Zweijährigen

Frage: Abstillen eines Zweijährigen

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Ich möchte mich noch einmal an Sie wenden. Vielleicht haben Sie schon einmal jemanden mit so seinem Problem gehabt und können mir vielleicht einen Tipp geben. Aufgrund meines Alters und eines erneuten Kinderwunsches wollte ich abstillen, zumindest das Stillen enorm reduzieren, weil es bisher mit einer Schwangerschaft nicht geklappt hat. Mein Kind wird bald zwei und wird abends, nachts (manchmal 2x), morgens und vor dem Mittagsschlaf gestillt. Er braucht es zum Einschlafen. Auf die Versuche, ihn nicht zu stillen, folgt Wut und auch Verzweiflung, so dass ich es bisher nicht über das Herz gebracht habe, ihm die Brust zu verweigern. Außerdem stört es mich auch nicht, abgesehen von der morgendlichen Mahlzeit, die eigentlich wohl nicht sein müsste. Gerne würde ich ihn noch eine Zeit lang weiterstillen. Die Hoffnung, dass er von selbst demnächst aufhört, habe ich aufgegeben. Ich befinde mich in einem ganz großen Zwiespalt zwischen Abstillen, wo gar nicht so genau weiß, wie ich es anstellen soll und dem Wunsch, meinem Kind noch die Nähe zu geben, die es wohl braucht. Bei einem demnächst anstehenden Termin bei der FÄ wird wohl nicht herumkommen, denn da wird erwartet, dass ein Kind komplett abgestillt ist und dann erst geschaut wird, warum eine Schwangerschaft ausbleibt. Ich bin regelrecht verzweifelt, weil ich gar nicht mehr weiß, was ich machen soll. Anfangs hätte ich nie gedacht, dass mein Kleiner so ein großer Stillfan wird. Ich finde es ja auch noch schön, nur besteht eben noch der Wunsch nach einem Zweiten. Haben Sie vielleicht schon einmal so einen Fall gehabt und wissen, was daraus geworden ist oder können mir gar einen Rat geben?


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Liebe karisma, vielleicht beruhigt es Sie zu wissen, dass das Stillen eines 2-jährigen kaum Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit der Frau hat, dass es also nicht am Stillen liegt, wenn Sie noch nicht wieder schwanger geworden sind... Auch wenn gern viele Ärzte und andere Ratgeber, die hören dass Sie noch stillen, aus Unwissenheit gern das genaue Gegenteil behaupten. Zuweilen hilft es, wenn man gar nicht thematisiert, dass man noch stillt :-)) So können Sie sich getrost auf die Stillbeziehung mit Ihrem Sohn einlassen und in sich hineinfühlen, ob es für Sie ok ist, dass er weiter stillt - was zwar kaum öffentlich bekannt, dafür aber überhaupt NICHT unnatürlich ist. Gerade in diesem Alter ziehen die Kinder so viel Urvertrauen aus dem Stillen dürfen... Lieben Gruß, Kristina


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