Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen bzw. umstellen auf Flaschenmilch

Frage: Abstillen bzw. umstellen auf Flaschenmilch

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Hallo, ich habe folgendes Problem mit der Ernährung meiner Tochter Sabine (17.08.2004): Seit Januar füttere ich mittags ein Menü (ohne Probleme) und seit Februar abends ein Gute Nacht Brei-Gläschen (den zum anrühren mochte sie nicht, obwohl ich ihn lecker fand). Sie ißt das ohne Probleme. Durch ihre Zähne (mittlerweile kommt schon der 5 durch) beißt sie mich ab und zu beim Stillen in die Brust (sehr schmerzhaft). Ich wollte langsam anfangen Sabine auf Flaschennahrung umzustellen und habe ein Packet PRE Milch gefüttert. Jetzt sind wir bei der Hipp 1 Milch. Sie trinkt ca. 60-80 ml, fängt dann an zu schreien und will an die Brust. Bisher habe ich immer nachgegeben und sie weiter angelegt. Um sie auf die Flasche umzustellen muß ich da einfach konsequent sein und die Brust nicht mehr anbieten und das Geschrei aushalten? Wie kann ich sichergehen, das sie satt ist und ich die Brust verweigern kann ohne schlechtes Gewissen? Reichen 60-80 ml (sie ist jetzt fast 7 Monate alt) oder muß ich mehr in sie "reinkriegen"? Bitte um Antwort, vielen Dank im vorraus. Katharina


Biggi Welter

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Liebe Katharina, ich kann Ihnen nicht sagen, wie viel Sie in Ihr Kind reinzwingen müssen, damit es satt wird, jedes Kind ist verschieden. Ihr Baby ist einfach ein kleiner Genießer, Muttermilch schnmeckt um vieles besser als Kunstmilch und Ihr Kind braucht auch noch viel Milch, weil die Beikost in diesem eben nur "BEIkost" ist und noch nicht viel Mlch ersetzt. Vielleicht können Sie Ihrem Baby einfach noch ein wenig Zeit geben, bis es etwas weiter ist und erst dann abstillen. Babys können nicht GLEICHZEITIG an der Brust trinken und zubeißen. Aber sie können aufhören zu saugen und dann beißen. Und das macht Ihre Tochter . Wenn Ihre Tochter Sie beim Stillen beißt, können Sie ihr durchaus vermitteln, dass Ihnen das weh tut. Ein Baby verbindet das Gefühl der Beruhigung und der Sicherheit ebenso wie das Stillen des Hungers mit seiner Mutter. Es versteht nicht, dass es der Mutter Schmerzen verursacht, wenn es seine Zähne auf ihre Brustwarze drückt. Babys beißen nicht aus Boshaftigkeit. Ein Baby muß lernen, was es beim Stillen mit neuen Zähnen tun muß. Oft lernt es durch Ausprobieren und dem, was darauf folgt. Daher kann ein plötzliches Aufschreien der Mutter dazu führen, dass das Baby entweder so erschrickt, dass es anschließend die Brust verweigert oder aber, dass es das Aufschreien sehr interessant findet und deshalb probiert, ob es diese Reaktion noch einmal hervorrufen kann. Die folgenden Strategien haben sich in dieser Situation als erfolgreich erwiesen: das Baby ohne großes Aufheben von der Brust nehmen, damit es nicht versucht ist zu probieren, ob es die Mutter nochmals zusammenzucken lassen kann. etwas Angemessenes zum Beißen anbieten. Sobald es zu einem Biss oder einem Beinahe Biss kommt, bieten Sie dem Baby einen Beißring oder ein Spielzeug an, damit es weiß, wo es seine Zähne einsetzen darf. das Baby schnell auf den Boden legen. Einige Mütter wollen auf das Beißen strenger reagieren. Nach ein paar Schrecksekunden für das Baby, die dem Ablegen folgen, sollte es beruhigt werden und die Rückmeldung bekommen, dass Beißen unangenehme Folgen hat. einen Finger in die Nähe des Mundes des Babys legen, um den Saugschluss schnell zu unterbrechen, wenn es seinen Kopf dreht. Manche Babys lieben es, die Brustwarze nicht loszulassen, wenn sie abgelenkt werden und ihren Kopf drehen. Dies kann verhindert werden, wenn die Mutter einen Finger bereit hält, um den Saugschluss zu unterbrechen. Es wird nicht lange dauern, bis das Baby gelernt hat, dass sich wegdrehen bedeutet, die Brustwarze zu verlieren. mit dem Baby reden und ihm erklären, dass Sie das Beißen nicht lustig finden (klingt vielleicht noch verfrüht bei einem Baby, aber es funktioniert vielfach tatsächlich). Versuchen Sie es doch einmal damit. LLLiebe Grüße Biggi


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