CarmenSantDiego
Liebe Biggi, Ich bin in einem Zwiespalt. Ich stille meinen 18 Monate alten Sohn noch, meist nur noch zum schlafen und in der Nacht. Mein Mann ist mittlerweile nur noch genervt davon er will gerne das wir abends mal wieder weg gehen können, essen gehen, Kino oder Konzert und ihn auch mal jemand anders ins Bett bringen kann. Bisher blieb das immer alleine an mir hängen da hier die Meinung vertreten wird das aufgrund des Stillens das eh niemand außer mir schafft da er sich ja in den Schlaf nuckelt. Ich bin darüber traurig und wütend denn meiner Meinung nach könnte jeder andere der sich eben einfach bemüht und genügend Bindung aufgebaut hat seinen eigenen Weg finden. Nun gut ich suche nun nach einem Weg der für uns alle irgendwie „gut“ ist. Ich überlege räumlich abzustillen und zum Beispiel nur noch die Couch als stillort zuzulassen bzw. einen Sessel oder ähnliches. Die Frage ist wie stelle ich das an bzw. um. Ich würde gern mit der Umstellung beim Mittagsschlaf beginnen und erst wenn das soweit gut klappt auch den Nachtschlaf beginnen. Momentan braucht er die Brust sowohl zum ein als auch zum weiterschlafen Tags und nachts. Mein Mann fordert wehement das abstillen und ich hoffe so beiden irgendwie gerecht werden zu können ich brauche aber irgendwie einen Vorgehens Plan und nach welchen Schritten ich wie weiter ausbaue. Wenn wir jetzt wirklich abstillen würden braucht unser Sohn dann noch pre? Ist das räumliche abstillen eine gute Alternative? Bitte seht von Beschimpfungen gegen meinen Mann ab er steckt seit 1,5 Jahren extrem zurück und will auch nur das beste für unser Kind auch wenn wir uns bei diesem Thema echt nicht annähern können
Liebe CarmenSantDiego, um ab und zu mal weggehen zu können, muss sicher nicht abgestillt werden und du solltest es nicht nur tun, weil dein Mann es möchte. Sucht zusammen nach Lösungen! Du genießt die Stillbeziehung zu deinem Kind und es steht außer Frage, dass auch dein Kleiner das Stillen genießt. Aber dein Mann kann dein Stillen nicht (mehr) unterstützen und mittragen. Sei offen zu deinem Partner und schildere ihm deine Angst und Sorge und bitte ihn darum, Alternativen zu suchen. Sage auch ruhig, dass die Situation dich sehr belastet und verletzt und dich in deiner Kompetenz als Mutter schwächt. Ein Babysitter könnte das Kind herumtragen oder mit ihm spazieren gehen, oft klappt das erstaunlich gut und mit Geduld wird es klappen! Setze dich doch einfach einmal mit deinem Mann in einer ruhigen Stunde zusammen. Sprich mit ihm über deine Gefühle dem Stillen gegenüber und frage ihn nach seinen Empfindungen. Vielleicht ist es gar nicht so sehr das Stillen, was deinem Mann Probleme bereitet, sondern das Gefühl der Ausgeschlossenheit, das er möglicherweise verspürt, wenn er die innige Beziehung zwischen dir und Eurem Sohn erlebt. Ganz wichtig dürfte das offene Gespräch mit deinem Partner sein, so dass ihr beide die Sichtweise des anderen nicht nur hören, sondern auch verstehen könnt. Sprich wirklich offen mit deinem Partner über deine und seine Gefühle. Wenn du abstillen möchtest, kannst du es versuchen mit einem festen Stillplatz, wichtig ist es, dass du geduldig bleibst und deinem Sohn durch seine Trauer hilfst. Bitte höre in dich hinein, wenn du jetzt nur für deinen Mann abstillst, wird das Spuren hinterlassen. Lieben Gruß Biggi
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