Mitglied inaktiv
hallo biggi, ich bin in einer zwickmühle. mein sohn eric ist 2 jahre und 3 monate. ich stille ihn noch zum einschlafen. am tage insgesamt 3 mal am tag. eric liebt das und ich finde das auch schön. eigentlich steht dem stillen nichts im wege. Nun hat meine Hausärztin mir empfohlen eric abzustillen. ich bin asthmatikerin und bekomme ziemlich schnell bronchitis die dann immer mit antibiotikum behandelt werden muss (mind 4 mal im Jahr) besonders seit eric in den kindergarten geht hat er oft husten, schnupfen. er steckt mich an und bei mir artet das immer sehr schnell in eine bronchitis aus. Ich muss immer antibiotika nehmen. Leider gibts ja für stillende nicht soviel antibiotika. Meine Hausärztin sagte ich solle eric abstillen da er irgendwann gegen das antibiotika was ich gegen den husten nehem (was ich ihm ja bei stillen weitergebe) resistent wird. ich bin hin und hergerissen. ich will eric eigentlich solange stillen wie er das möchte. was meinst du. ist abstillen in dem fall wirklich notwendig? danke und gruss anja
? Liebe Anja, es gibt eine Vielzahl von stillverträglichen Antibiotika, so dass dies kaum ein Grund zum Abstillen ist. Die Theorie, dass sich beim Kind Resistenzen entwickeln könnten, wenn die Mutter Anitibiotika einnimmt, ist bis heute nicht bewiesen. Hierzu ein Zitat aus „Arzneiverordnung in Schwangerschaft und Stillzeit" Spielmann, Schaefer, 6. Auflage 2001: „Bei vielen Antibiotika erhält ein gestilltes Kind unter Behandlung der Mutter weniger als 1 % der auf das Körpergewicht bezogenen therapeutischen Dosis. Damit werden allenfalls minimale, in keinem Falle bakterienhemmende Konzentrationen im Säuglingsplasma erreicht. In der Literatur werden immer wieder folgende Risiken diskutiert: • Beeinflussung der Darmflora (als Folge eventuell Durchfall) • Beeinflussung bakteriologischer Untersuchungen, die im Falle einer Erkrankung des Säuglings erforderlich werden könnten • Entwicklung resistenter Keime • Sensibilisierung Erwiesen haben sich alle diese Nebenwirkungen bisher nicht. Am ehesten ist - im seltenen Fall - mit einer vorübergehenden, nicht therapiebedürftigen Abnahme der Stuhlkonsistenz zu rechnen (Ito 1993)." Es besteht immer die Möglichkeit, dass sich die Hausärztin in Berlin bei der Embryonaltoxikologie erkundigt (Tel.: 030-30308111) oder dass Du dir eine zweite ärztliche Meinung eines stillerfahrenen Arztes einholst. LLLiebe Grüße Biggi
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