Madeleineeebert
Hallo Biggi, mein Sohn ist nun 16 Monate alt und ich möchte langsam abstillen. Hauptsächlich weil er seit einigen Wochen nachts sehr viel nuckelt und wir beide davon einfach nur noch müde sind. Seit Montag versuchen mein Mann und ich in also zu entwöhnen. Aktuell schläft er mit meinem Mann im Familienbett und ich woanders. Zum Einschlafen stille ich ihn. Kleine Erfolge erreichen wir schon. Er schläft 3-5 Stunden am Stück. Wenn er dann wach wird will er aufstehen und läuft durch das Zimmer. Wenn mein Mann das nicht erlaubt wie der super sauer. Das äußert sich in weinen und schreien. Wir sind uns nun unsicher ob es der richtige Weg ist, dass mein Mann alleine mit ihm schläft. So wird er jetzt nicht mehr gestillt und ich als mama bin plötzlich auch nachts nicht mehr da. Ist es ok ihn zum einschlafen noch zu stillen oder braucht er da eher einen direkteren Weg des abstillens? Über einen Rat für ich mich sehr freuen!! Liebe Grüße Madeleine
Liebe Madeleine, ja, je mehr Zeit bekommt, umso leichter wird es für ihn. Ich würde ihm auch nicht Brust UND Mama entziehen, sondern ihn durch seine Trauer und Wut begleiten. Wenn sich dein Kind in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch Weinen oder Schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Dein Kind vermisst das Stillen schmerzlich und ist natürlich verunsichert und traurig. Trotzdem ist dein Sohn sicher gebunden und kann diese erste Enttäuschung verkraften. Wichtig ist jetzt, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und du seine Trauer zulässt und den Kleinen tröstest und ihm beistehst. Sei da für ihn, lenke ihn ab, lass auch seinen Zorn zu, jetzt ist es wichtig, dass dein Sohn merkt, dass du einfach da bist. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Liebe Grüße Biggi
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