Mitglied inaktiv
Hallo Biggi! Da mein Sohn (knapp 4 Mon. alt) krank ist (starker Schnupfen und Husten) war unklar, ob er an der Brust trinkt. Deswegen habe ich mal mehr mal weniger Milch abgepumpt und im Wechsel ca. alle 4 Std. Muttermilch bzw. BEBA-PRE mit der Flasche gefüttert. Wenn ich ihn nun zum Stillen anlege scheint es, das er nur nuckelt bzw. minimal trinkt. Was ich auch nicht schlimm finde.Nur das abpumpen ist auf Dauer lästig.Sorry wenn ich das so sage.Habe mich also entschieden abzustillen.Glaube ja kaum das er mal wieder zur Brust zurück findet was auch erfreulich wäre(mit Zufüttern allerdings).Momentan lege ich ab und an mal an(wenig Erfolg) und gebe ihm dann Pre Nahrung.Ich pumpe dann auch nur wenig ab um nicht solchen Druck zu haben.Wenn ich nun abstillen möchte wie?Über welchen Zeitraum,mit oder ohne Medikamte?Welche anderen Möglichkeiten gibt es?Soll ich dann gar nicht abpumpen oder nur wenig?Ich muss zugeben so ganz happy bin ich mit dem Gedanken abzustillen nicht sondern eher in einer Zwickmühle. wie kann ich beides denn gut kombinieren(Stillen nachts und am Tage Pre oder schon 1er Nahrung?!?)Oder im Wechsel?Das wäre mir das allerliebste.Meine Angst vor einem Milchstau ist aber groß?Wie kann ich den vermeiden? Sorry das es so lange geworden ist. Aber ich brauche Rat. Vielen Dank Gruss Sandy
? Liebe Sandy, das Problem dürfte sein, dass Ihr Kleiner verlernt zu haben scheint, wie er korrekt an der Brust trinkt und deshalb die Flasche vorzieht. Diese Situation heißt Saugverwirrung und hat schon viele Tränen bei Müttern und Kindern und viel Schweiß von Müttern, Kindern und Stillberaterinnen gefordert. Wenn Sie nun weiter stillen wollen, muss diese Saugverwirrung überwunden werden und das wird kaum gehen, wenn das Kind weiterhin Flasche erhält. Am besten unterhalten Sie sich einmal ausführlich mit einer Stillberaterin in Ihrer Nähe direkt über die mögliche Vorgehensweise. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin, dazu brauche ich nur Ihren Wohnort mit Postleitzahl. Beim Abstillen gehen Sie am besten so vor, dass Sie Ihr Kind zunächst anlegen, aber es sich nicht vollständig satt trinken lassen, sondern anschließend noch die Flasche anbieten. Bei manchen Kinder empfiehlt sich auch die umgekehrte Vorgehensweise, zuerst Flasche anbieten und anschließend noch die Brust, das müssen Sie ausprobieren. Allmählich steigern Sie die Menge der Flaschennahrung, bis die Mahlzeit vollständig ersetzt ist. Falls die Brust zu spannen beginnt, pumpen Sie gerade so viel Milch ab oder streichen von Hand aus, dass die unangenehme Spannung nachlässt und Sie sich wieder wohl fühlen. Nicht mehr Milch als unbedingt notwendig entleeren, denn sonst wird die Produktion wieder angeregt. Zusätzlich können Sie die Brust kühlen. Ein Einschränken der Trinkmenge (wie es leider immer noch häufig empfohlen wird) ist nicht empfehlenswert. Trinken Sie entsprechend Ihrem Durstgefühl. Was hingegen hilfreich sein kann, ist das Einschränken des Kochsalzkonsums. Auch sollten Sie keinesfalls die Brust hochbinden. Was hilfreich sein kann ist ein gut sitzender, stützender BH, der jedoch keinesfalls einengen darf. Wenn Sie keine Probleme mit einer prallen, schmerzhaft spannenden Brust oder einem Milchstau usw. (mehr) haben, besteht jetzt kein Handlungsbedarf mehr. Ihre Brust wird ganz allmählich die Milchproduktion vollständig einstellen und noch in der Brust vorhandene Milch wird vom umgebenden Gewebe resorbiert werden. (Keine Sorge, die Milch in der Brust wird nicht „schlecht"). Es gibt auch naturheilkundliche und homöopathische Mittel, die zum Abstillen eingesetzt werden können. Wenn Sie sich hierfür interessieren, wenden Sie sich bitte an eine entsprechend ausgebildete Ärztin/Arzt oder Hebamme. Als Ersatz für die Muttermilch bietet sich in der Regel Pre-Nahrung an. Ob eventuell eine HA-Nahrung für dein Kind sinnvoll ist, sollte mit der Kinderärztin/arzt besprochen werden. Unter einer Pre-Nahrung wird eine adaptierte Säuglingsnahrung verstanden, die der Muttermilch weitestgehend angeglichen ist, was ihre Zusammensetzung an Mineralstoffen, Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß betrifft. Pre-Nahrungen können, wie Muttermilch, nach Bedarf (ad libitum) gegeben werden und sind für das gesamte erste Lebensjahr geeignet. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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