Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Abstillen 15 Monate alten Babys

Frage: Abstillen 15 Monate alten Babys

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Hallo Biggi, langsam denke ich daran, abzustillen. Vor allem nach einer Woche Urlaub ohne meinem Mann, wo er nur an mir hing und nur an der Brust. Jetzt bin ich wieder auf arbeit und es verteilt sich etwas mehr. Aber ich möchte langsam doch abstillen. Meinen Großen habe ich mit 14 Monaten ziemlich abrupt nach langen Steiten mit meinem Mann abgestillt. Geschadet hatte es damals mehr mir, da mein Sohn nach 1-2 Tagen nicht mal mehr danach gefragt hat. Ich habe Tabetten genommen, welche ich auch gut vertragen haben wegen der restlichen noch reichlichen Milch. Zum Glück gibt es diesmal keinen Streit, deshalb wollte ich es langsam angehen. Er trinkt vor allem noch abends zum Einschlafen (sonst schläft er nicht - leider), in der Nacht 2-3 Mal und früh bevor ich auf Arbeit gehe. Mittags mag er manchmal einen Schluck wenn ich komme, abends wenn ich komme so gegen 17.00 Uhr ist er ganz heiß drauf. Leider isst er nicht so viel, aber er trinkt ja auch noch recht viel meine Milch. Mein Ziel ist bis Ende August, bis dahin bekomme ich noch Stillpause, welche ich nicht wirklich zu zeitig missen möchte. Was empfielst Du, wie ich uns langsam darauf vorbereite und es allmählich runter fahre. Über Tipps wäre ich sehr dankbar, da ich im Moment noch überhaupt keine Idee habe und selbst nur das abrupte kenne. Für Deine Hilfe danke ich Dir schon im Vorraus. Liebe Grüße Grit


Biggi Welter

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? Liebe Grit, Du kannst jetzt versuchen die Stillzeiten zunehmend zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Du kannst Dein Kind eine kleine Weile anlegen und es dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Eine andere Möglichkeit das Stillen einzuschränken ist es, dass statt dir dein Partner einspringt. Also nicht Du wendest dich jedesmal dem Kind zu, sondern ihr wechselt euch ab und da ein Mann keine Brust zum Stillen hat, wird er euer Kind auf andere Weise beruhigen müssen. Das Verändern von Ritualen kann helfen. Wenn dein Partner nicht einspringen kann, bleibt es an dir, dein Kind auf andere Weise zu trösten und zu beruhigen und ihm einen Ersatz für die Brust anzubieten. In dieser Situation ist ein Nachthemd bzw. Kleidung, die sich vorne nicht öffnen lässt oft hilfreich. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt mit dem Abstillen. Viele Frauen glauben, dass sie sich beim Abstillen vom Kind distanzieren müssen, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Außerdem möchte ich dir das Buch `Wir stillen noch - über das Leben mit gestillten KleinkindernA von Norma J. Bumgarner empfehlen, das im Buchhandel, bei La Leche Liga und jeder La Leche Liga-Stillberaterin und im Buchhandel erhältlich ist. Hab ein wenig Geduld mit dir und deinem Kind. Ihr werdet sicher einen Weg finden, der für euch beide gangbar ist. LLLiebe Grüße Biggi


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