Michilein358
Hallo, ich stille voll und möchte gerne für den Notfall etwas abpumpen.. Seit Freitag versuch ich mein bestes. Hab mir in der Apo ne elektrische Pumpe geholt.Freitag nacht hat die Maus nur eine Seite getrunken, an der andren konnte ich dann mit der elektrischen knapp 60ml abzapfen. Soweit so gut. Samstag morgen habe ich dann nach dem Stillen versucht etwas abzupumpen und kam nicht ganz auf 40 ml insgesamt beidseits, samstags nachmittags dann nur noch 20 ml mit der elektrischen Pumpe. Ich kapiers nicht. So jetzt kommts: unsre Maus schläft nachts ca 6-8 Stunden am stück. Hab mir dann extra für 4 stunden nach dem letzten stillen den wecker gestellt. also heut nacht raus um 1 uhr an die elektrische pumpe und es kam NICHTS. Egal was ich versucht hab, ich hab NICHTS raus bekommen! Wie kann das sein???? Hab dann meine manuelle von P. Avent rausgekramt und damit hab ich sofort ohne große Mühe 100ml insgesamt beidseits raus. Fand das für volle Brüste aber auch sehr wenig!!!! Heut morgen hab ich dann nach dem Stillen nochmal mit der elektrischen versucht, wieder nichts. Dann die mauelle und wenisgtens 40 ml insgesamt.... Heut abend wollt ich nach dem Stillen wieder etwas, gleich die manuelle versucht und es kam NICHTS! Nun also auch mit der manuellen. Ich versteh das nicht!!!! Ich hab jetzt voll Panik dass meine Milch weniger wird... Was kann das sein??? Was kann ich tun???? Malzbier (1flasche) und Stilltee(1-2 tassen) trink ich schon! die daten zu meiner maus: mit 3680gr geboren, mit 6 wochen 5130gr. ich dachte auch immer, dass ich gut und viel milch habe... freue mich auf ihre antwort! ps: ich mache das, aber warum ist es nötig, dass man nach dem waschen (extra frosch für babys) und gründlichen ausspülen auch immer noch alles sterilisieren muss? Lieben Dank!
Liebe Michilein358, Abpumpen ist eine Fähigkeit, die gelernt und geübt werden muss. Um erfolgreich abzupumpen, muss die Frau nicht nur die geeignete Pumpe zur Verfügung haben und in der richtigen Pumptechnik unterwiesen werden. Vielleicht ist die elektrische Pumpe einfach nichts für Sie oder aber Sie benutzen eine zu kleine oder große Haube. Der Schlüssel zum erfolgreichen Abpumpen ist das Auslösen des Milchspendereflexes. Um den Milchspendereflex anzuregen hilft es, wenn die Frau sich in eine angenehme Umgebung zurückziehen kann, in der sie so wenig wie möglich gestört wird und sich entspannen kann. Das Einhalten eines Rituals beim Abpumpen und Konzentration auf das Baby (vor einem Foto des Babys oder neben dem Kind abpumpen) tragen dazu bei, den Milchspendereflex auszulösen. Wärmeanwendungen und Massage der Brust stimulieren den Milchspendereflex ebenfalls. Es hat sich bewährt, nach dem Schema 7 Minuten pumpen unterbrechen zum Massieren der Brust 5 Minuten pumpen massieren der Brust 3 Minuten pumpen, vorzugehen. Eine Brustmassage kann auch dazu beitragen den Fettgehalt der abgepumpten Milch erhöhen. Die besten Erfahrungen habe ich mit vollautomatischen, elektrischen Pumpen mit Doppelpumpset gemacht. Diese Pumpen sind von den Firmen Medela und Ameda erhältlich und können auch in Apotheken und Sanitätshäusern ausgeliehen werden. Da eine Pumpe nicht die gleichen Gefühle auslöst wie ein Baby, müssen Sie wie oben schon erwähnt vor allem anfangs ihren Milchspendereflex anregen. Dazu können Sie einige der folgenden Methoden der physischen und psychischen Stimulation einsetzen: Abpumpen in einer vertrauten und angenehmen Umgebung, vielleicht immer am gleichen Platz, im gleichen bequemen Sessel (ideal wäre ein Stuhl, der ihre Arme in einer bequemen Haltung stützt und es Ihnen ermöglicht den ganzen Körper zu entspannen). Störungen so gering wie möglich halten. Sie sollten z.B. das Telefon aushängen, etwas entspannende Musik anschalten und alles was Sie brauchen könnten bei der Hand haben. Dazu können ein Glas Wasser oder Saft, ein gesunder Imbiss oder etwas zu lesen gehören. Einhalten eines Rituals vor dem Abpumpen. Das Einhalten eines bestimmten Ablaufs vor dem Abpumpen, kann ihren Milchspendereflex anregen und auch als psychologischer Auslöser dafür wirken. Einige der folgenden Vorschläge können eventuell auch Ihnen helfen: • Wärmeanwendungen auf den Brüsten, entweder trocken oder feucht. Dazu können feuchte, warme Kompressen oder ein Heizkissen verwendet werden, oder aber Sie duschen warm. • Da Wärme entspannend wirkt, sollte Sie sich eine Decke oder eine Jacke über die Schultern legen, oder sich in die Nähe einer Heizquelle setzen. • Sanfte Brustmassage, entweder in der Dusche oder direkt vor dem Abpumpen. Das hilft besonders dann, wenn Sie angespannt sind. • Brustwarzenstimulation, durch sanftes Reiben oder Rollen der Brustwarzen. • Fünf Minuten Entspannung. Die Anwendung der Atemübungen aus der Geburtsvorbereitung oder einfach nur ruhiges Dasitzen und sich dabei etwas Angenehmes vorstellen (einen warmen Sandstrand mit Wellen, die ans Ufer plätschern, ein Gebirgsbach oder eine tropische Brise). Das Abpumpen mehrmals unterbrechen um die Brust zu massieren. Es sollte möglich sein, den Milchspendereflex mehrfach stimulieren, indem Sie das Abpumpen nach etwa zehn Minuten unterbrechen, ihre Brust massieren und dann wieder pumpen. (Bei der La Leche Liga Deutschland können Sie das Infoblatt „Die Marmet Methode" über das Handausstreichen und Massieren der Brust bestellen) Rhythmische Bewegungen beim Abpumpen um das Saugverhalten des Babys nachzuahmen. Beim Saugen übt das Baby einen sanften, rhythmischen Druck auf die Milchseen aus während es einen Sog aufbaut. Um ihren Milchspendereflex möglichst wirkungsvoll anzuregen, sollte Sie versuchen, das Saugverhalten ihres Babys an der Brust nachzuahmen. Wenn Milch für ein voll ausgetragenes, gesundes Baby zu Hause (nicht im Krankenhaus) abgepumpt wird, reicht es, die Pumpe einmal täglich zu sterilisieren und ansonsten nach jedem Gebrauch gründlich mit heißem Wasser zu reinigen und trocknen zu lassen. LLLiebe Grüße, Biggi
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